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Griechenland brennt: Wann endet der Albtraum

Inferno bei Athen: Das Feuer wütet weiter an zwei Fronten – und nach dem tödlichen Hubschrauber-Crash gibt es neue Fragen.

03.08.2026, 09:23 Uhr

Drei große Brände im US-Bundesstaat Washington haben nach Behördenangaben mehr als 600 Häuser und andere Gebäude vernichtet. Die Bürgermeisterin von Spokane, Lisa Brown, sprach von der schlimmsten Naturkatastrophe in der Geschichte der Region.

Verletzte oder Tote wurden bislang nicht gemeldet. Washingtons Gouverneur Bob Ferguson warnte jedoch, dass sich das angesichts des gewaltigen Ausmaßes der Feuer noch ändern könne.

Die Brände waren in den vergangenen Tagen aus bislang ungeklärter Ursache rund um Spokane im Osten des Bundesstaates ausgebrochen. Nach Daten der Warn- und Karten-App Watch Duty erstreckt sich das betroffene Gebiet inzwischen über mehr als 32 Quadratkilometer.

Mehr als 900 Einsatzkräfte kämpften nach Behördenangaben am Sonntag gegen die Flammen. Für Tausende Menschen in und um Spokane galten Evakuierungsanordnungen. Die Stadt hat laut US-Zensus im Jahr 2025 fast 231.000 Einwohner.

Washington liegt im Nordwesten der USA an der Grenze zu Kanada. Nach Angaben der Behörden sind dort derzeit mindestens 15 größere Waldbrände aktiv, die zusammen mehr als 1.000 Quadratkilometer Fläche betreffen. Die Behörden sprechen von einer außergewöhnlichen Waldbrandsaison.

Auch international bleibt die Waldbrandlage angespannt

Griechenland

Westlich von Athen kämpft die Feuerwehr inzwischen den vierten Tag in Folge gegen mehrere große Wald- und Buschbrände. Die Einsatzkräfte konzentrieren sich auf zwei Fronten: eine im Gebiet der Ortschaft Agios Nektario im Kithairon-Gebirge und eine weitere nordwestlich der Stadt Megara. Dort facht der Wind immer wieder Glutnester an.

Am Nachmittag wurden der Industriepark von Megara sowie mehrere umliegende Dörfer evakuiert. Am anderen Ende der rund 25 Kilometer langen Brandregion mussten zudem Menschen den Küstenort Psatha am Golf von Korinth verlassen.

Unterdessen untersuchen die Behörden die Kollision zweier Löschhubschrauber. Dabei waren am Sonntag ein Pilot und ein Copilot ums Leben gekommen. Damit stieg die Zahl der Todesopfer dieses Brandausbruchs auf fünf, nachdem bereits in der vergangenen Woche drei Feuerwehrleute gestorben waren.

In Gebieten, in denen die Feuer gelöscht wurden, beginnt inzwischen die Erfassung der Schäden. Medienberichten zufolge wurden Hunderte Häuser zerstört. Insgesamt sollen rund 10.000 Hektar Land verbrannt sein; zudem verendeten zahlreiche Nutz- und Wildtiere.

Niederlande

Neu hinzugekommen ist ein größerer Waldbrand im Osten der Niederlande nahe der deutschen Grenze. Im Naturgebiet De Rosmolen bei Oostrum rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot aus, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Ein Campingplatz mit rund 300 Urlaubern wurde wegen der schlechten Luftqualität geräumt. Außerdem wurde der Bahnverkehr zwischen Nimwegen und Venray unterbrochen. Die Einsatzkräfte legten eine Brandschneise an, zudem unterstützte die Armee mit einem Löschhubschrauber.

Frankreich

In Frankreich ist die Waldbrandgefahr in vielen Regionen zwar weiterhin hoch, die meisten zuletzt aktiven Feuer gelten aber inzwischen als unter Kontrolle. Die Lage wird als stabil beschrieben.

An der Atlantikküste bei Bordeaux dürfen Bewohner weiterer evakuierter Orte in ihre Häuser zurückkehren. In Le Porge müssen einige Menschen jedoch weiter in Ausweichunterkünften bleiben, weil während des Brandes im Boden vergrabene Munition aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert war. Spezialkräfte durchsuchen das Gelände noch.

Spanien

Auch in Spanien hat sich die Lage weiter entspannt. Nach Angaben des Waldbrandportals „Incendios Forestales“ waren am Montag landesweit noch 33 überwiegend kleinere Wald- und Vegetationsbrände aktiv – zehn weniger als am Vortag.

Die Großbrände rund um Madrid lodern teils noch, sind aber unter Kontrolle. Zudem ist nach Angaben des Wetterdienstes Aemet mit dem Ende der vierten Hitzewelle des Sommers die Waldbrandgefahr im ganzen Land zurückgegangen.

Kanada

In Kanada sind nach Behördenangaben weiterhin mindestens 833 Brände aktiv. Im westlichen British Columbia mussten am Wochenende rund 5.000 Menschen evakuiert werden. Premierminister Mark Carney sprach von einer der intensivsten Waldbrandsaisons in der Geschichte des Landes.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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