Fußball

Elversberg rockt Bundesliga-Premiere – RB eiskalt

Was für ein Bundesliga-Start! Elversberg überrascht mit Gala, und Demichelis feiert in Leipzig ein Traumdebüt.

29.08.2026, 17:36 Uhr

Überraschender Auftakt in der Bundesliga

Aufsteiger SV Elversberg hat bei seinem ersten Bundesliga-Spiel direkt für Aufsehen gesorgt. Der 59. Club im Fußball-Oberhaus setzte sich zum Start mit 3:2 (2:0) gegen Bayer Leverkusen durch. In der Tabelle liegen die Saarländer damit nicht weit hinter Meister FC Bayern, der bereits am Freitag mit einem 5:1 gegen den VfB Stuttgart in die Saison gestartet war.

Auch Borussia Dortmund durfte zum Auftakt jubeln. Im Duell der Traditionsclubs gewann der BVB das Topspiel des ersten Spieltags mit 2:0 (2:0) gegen den Hamburger SV.

Bei RB Leipzig glückte zudem die Bundesliga-Premiere des neuen Trainers Martin Demichelis. Die Sachsen besiegten Borussia Mönchengladbach mit 3:0 (1:0). Weniger erfreulich verlief der Spieltag für Adi Hütter und Eintracht Frankfurt: Trotz einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung reichte es bei Union Berlin am Ende nur zu einem 3:3 (2:1).

Der 1. FC Köln drehte zuhause gegen die TSG Hoffenheim zweimal einen Rückstand und gewann noch 3:2 (0:1). Ohne Tore blieb die Partie zwischen Mainz 05 und dem SC Paderborn.

Elversberg legt einen Traumstart hin

In Spiesen-Elversberg, dem kleinsten Bundesliga-Standort der Geschichte mit rund 13.000 Einwohnern, dauerte es nur wenige Minuten bis zum ersten Jubel. Lukas Petkov traf bereits in der 8. Minute zur Führung, Cole Campbell legte nur eine Minute später das 2:0 nach. Noch nie hatte ein Klub bei seiner Bundesliga-Premiere so schnell die ersten beiden Treffer erzielt.

Direkt nach Wiederbeginn erhöhte David Mokwa auf 3:0 (46.). Vor den ersten beiden Gegentoren leistete sich Leverkusens neuer Kapitän Edmond Tapsoba entscheidende Fehler, was Trainer Carles Martínez sichtbar missfiel. Die späten Treffer von Patrik Schick (77.) und Christian Kofane (90.+1) kamen für Bayer nicht mehr rechtzeitig.

Dortmund startet stark – Sorgen um Konstantelias

Borussia Dortmund dominierte den Hamburger SV in der ersten Hälfte und ging verdient mit einer 2:0-Führung in die Pause. Serhou Guirassy traf früh zum 1:0 (9.), Giannis Konstantelias erhöhte in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs auf 2:0 (45.+1).

Für den griechischen Neuzugang endete der Abend allerdings schmerzhaft. Konstantelias, der im Sommer von PAOK Saloniki gekommen war, verletzte sich nach dem Seitenwechsel offenbar am Knie und musste in der 54. Minute mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt werden.

In der Schlussphase geriet der BVB noch in Unterzahl: Samuele Inácio sah nur drei Minuten nach seiner Einwechslung wegen eines Fouls an Albert Grønbæk die Rote Karte (77.). Am Dortmunder Auftaktsieg änderte das aber nichts mehr.

Frankfurt verspielt trotz Ebnoutalib-Gala den Sieg

Auch Union Berlin ging mit einem neuen Trainer in die Saison. Mauro Lustrinelli, der zuletzt mit dem FC Thun überraschend Meister in der Schweiz geworden war, durfte schon früh über die Führung jubeln: Neuzugang Latte Lath traf in der 3. Minute.

Dann schlug Frankfurt innerhalb von nur 51 Sekunden zurück. Younes Ebnoutalib drehte die Partie mit seinen Treffern in der 10. und 11. Minute. Später machte er mit seinem dritten Tor in der 67. Minute den Dreierpack perfekt. Doch Union gab sich nicht geschlagen und rettete durch Leopold Querfeld (79.) und Tim Skarke (90.+2) noch einen Punkt.

Leipzig startet erfolgreich unter Demichelis

In Leipzig sorgten Ridle Baku (26.), Antonio Nusa (49.) und Neuzugang Rocco Reitz (66.) für einen klaren Heimsieg gegen Gladbach. Für Reitz war die Begegnung besonders emotional, schließlich war der Mittelfeldspieler seit Jugendtagen für die Borussia aktiv gewesen. Schon weit vor dem Anpfiff begrüßte der 24-Jährige frühere Weggefährten, was von den Gladbacher Fans ebenso wie seine spätere Vorstellung mit Pfiffen begleitet wurde.

El Mala trifft mit der 10 – Köln dreht das Spiel

Beim 1. FC Köln stand im Sommer vor allem die Zukunft von Said El Mala im Fokus. Nach seinem Bekenntnis zum Klub traf der Angreifer mit der traditionsreichen Rückennummer 10 zum zwischenzeitlichen 1:1 (51.). Die Nummer trugen beim FC einst auch Lukas Podolski und Wolfgang Overath.

Zum entscheidenden Mann wurde jedoch Thijs Dallinga, der mit seinen Toren in der 72. und 82. Minute den Kölner Heimsieg perfekt machte. Hoffenheim war durch Adam Daghim (27.) und Ozan Kabak (67.) zweimal in Führung gegangen, nahm am Ende aber nichts Zählbares mit. Zudem vergab Max Moerstedt in der 57. Minute einen Foulelfmeter.

Mainz überlegen, Paderborn punktet zum Comeback

Im Duell zwischen Mainz 05 und dem SC Paderborn waren die Gastgeber zwar das aktivere und bessere Team, nutzten ihre Möglichkeiten aber nicht. So blieb es beim 0:0. Für den Außenseiter aus Ostwestfalen war es dennoch ein gelungener Wiedereinstieg in die Bundesliga nach sechs Jahren Pause.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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