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BDSM-Sex für 5.000 Euro?

Ein bizarrer Fall sorgt am Amtsgericht Laufen für Aufsehen: Im Mittelpunkt stehen Geld für Sex – und ausgerechnet Frischhaltefolie.

27.04.2026, 11:09 Uhr

Ein aufsehenerregender Fall mit sexuellem Hintergrund hat das Amtsgericht im oberbayerischen Laufen beschäftigt. Ein Mann aus Traunstein stand dort wegen des Verdachts auf Betrug vor Gericht. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll er einer Frau 5.000 Euro für sexuelle Handlungen zugesagt, am Ende jedoch lediglich 20 Euro gezahlt haben.

Laut den Ermittlungen hatte der Beschuldigte die obdachlose Frau, die alkohol- und drogenabhängig gewesen sein soll, im März 2025 am Bahnhof in Salzburg abgeholt. Anschließend brachte er sie in das Haus seiner Eltern. Dort hatte er in einem früheren Stall einen Raum für BDSM-Praktiken eingerichtet.

Polizei entdeckte einen "Sklavenvertrag"

Bei einer Durchsuchung stießen die Beamten nach Angaben der Ermittler auf einen sogenannten "Sklavenvertrag", der die Unterschriften des Angeklagten und der Frau trug.

Wie die Polizei weiter mitteilte, verbrachten beide rund zwölf Stunden miteinander. In dieser Zeit soll die Frau unter anderem in Frischhaltefolie eingewickelt worden sein. Nach der gemeinsamen Nacht brachte der Mann sie demnach zurück zum Bahnhof und übergab ihr 20 Euro.

Fehlende Aussagen erschweren die Aufklärung

Der Angeklagte machte vor Gericht keine Angaben zu den Vorwürfen. Auch die als Zeugin geladene Frau erschien nicht zum Termin. Damit fehlte dem Gericht eine ausreichende Grundlage, um den Sachverhalt weiter aufzuklären.

Hinzu kam, dass die Frau zuvor bei der Polizei widersprüchliche Aussagen gemacht hatte. Unklar blieb außerdem, wie der Kontakt zwischen den beiden überhaupt zustande gekommen war und ob tatsächlich eine Zahlung von 5.000 Euro vereinbart worden war. Offen blieb auch, ob möglicherweise eine dritte Person die Begegnung vermittelt hatte.

Das Verfahren wegen Betrugs wurde schließlich gegen eine Geldauflage eingestellt. Der Angeklagte muss 1.000 Euro an den Kinderschutzbund zahlen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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