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Razzien und Festnahmen nach Verdacht auf millionenschweren Betrug

Ermittler gehen gegen ein mutmaßliches Betrugssystem bei Autofinanzierungen vor. Mehrere Verdächtige werden festgenommen, drei sitzen nun in Untersuchungshaft.

21.04.2026, 16:54 Uhr

Bei einem umfangreichen Einsatz haben Polizei und Staatsanwaltschaft mehrere Personen wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug festnehmen lassen. Durchsucht wurden Objekte in Bayreuth, im Landkreis Bayreuth sowie in Nürnberg und Fürth, teilten die Ermittlungsbehörden mit.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, über einen längeren Zeitraum ein betrügerisches Modell bei händlergestützten Autofinanzierungen genutzt zu haben. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen Fahrzeuge gegenüber finanzierenden Banken absichtlich mit zu hohen Werten angegeben worden sein, um größere Darlehen zu erhalten. Von den so erreichten Auszahlungen sollen die Beteiligten unter anderem über Provisionen profitiert haben.

Vier Verdächtige wurden festgenommen. Gegen drei Beschuldigte im Alter von 19 bis 62 Jahren erließ ein Ermittlungsrichter Untersuchungshaft. Ein weiterer Tatverdächtiger wurde unter Auflagen entlassen, nachdem der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt worden war.

Umfangreiche Beweise sichergestellt

Im Zuge der Durchsuchungen beschlagnahmten die Ermittler zahlreiche mögliche Beweismittel, darunter Geschäftsunterlagen, Datenträger und Mobiltelefone. Außerdem wurden Vermögenswerte gesichert, die später eingezogen werden könnten.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen wurden durch die mutmaßlichen Täuschungen Kredite in Millionenhöhe bewilligt. Den Darlehen standen demnach oft keine ausreichenden Sicherheiten gegenüber. Als Geschädigte gelten sowohl Banken als auch Käufer von Fahrzeugen.

Weitere Einzelheiten nannten die Behörden mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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