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Gefühlte über 50 Grad: Hitzewelle setzt Thailand massiv zu

Thailand kämpft mit einem Hitzeindex von bis zu 52 Grad. Mehr als 300 «Cooling Centers» in Bangkok bieten Einwohnern jetzt Schutz – besonders in Stadtteilen ohne Klimaanlagen.

21.04.2026, 08:38 Uhr

Weite Teile Thailands leiden seit fast drei Wochen unter extremer Hitze. Die gefühlten Temperaturen steigen mancherorts auf mehr als 50 Grad. Besonders schwer trifft es die Hauptstadt Bangkok, wo sich der Aufenthalt im Freien für viele Menschen kaum noch aushalten lässt. Als Gegenmaßnahme hat die Stadt mehr als 300 kostenlose Kühl-Zentren eingerichtet, die Schutz vor der Belastung bieten sollen.

Laut einem Bericht der Bangkok Post unter Berufung auf die Stadtverwaltung von Bangkok bewegt sich der sogenannte Hitzeindex seit dem 1. April durchgehend im kritischen Bereich zwischen 42 und knapp 52 Grad Celsius. Dieser Wert beschreibt nicht nur die gemessene Lufttemperatur, sondern auch, wie heiß es sich durch die hohe Luftfeuchtigkeit tatsächlich anfühlt. Zwar ist der April in Thailand traditionell der heißeste Monat des Jahres, doch in den vergangenen Jahren haben die Temperaturen deutlich zugenommen.

Behörden warnen vor Gesundheitsgefahren

Die extreme Hitze stellt zunehmend ein ernstes Risiko für die Gesundheit dar. Die Behörden rufen dazu auf, direkte Sonne möglichst zu meiden und auf Symptome wie Schwindel, starke Erschöpfung oder Hitzekrämpfe zu achten. Besonders gefährlich seien die Mittags- und Nachmittagsstunden.

Das Netz der Kühl-Zentren umfasst zahlreiche klimatisierte Einrichtungen, darunter Bibliotheken, Schulen, Gesundheitszentren und Verwaltungsgebäude. Zusätzlich stehen vielerorts schattige Außenbereiche zur Verfügung.

Schnelle Hilfe vor allem für ärmere Bewohner

Die Schutzorte sollen für möglichst alle Einwohner rasch erreichbar sein, vor allem in Vierteln, in denen viele Haushalte keine eigene Klimaanlage haben. Nach Angaben von Pornphrom Vikitsreth, einem Berater des Gouverneurs von Bangkok, soll insbesondere einkommensschwachen Menschen innerhalb von 15 Minuten ein solches Zentrum zur Verfügung stehen.

Das Angebot wird offenbar stark genutzt: Schon in den ersten Wochen kamen Zehntausende Besucher. Viele suchen die Zentren nicht nur zur Abkühlung auf, sondern auch, um sich auszuruhen, zu arbeiten oder zu lernen. Touristen sowie wohlhabendere Thailänder weichen dagegen meist auf klimatisierte Cafés, Restaurants oder Einkaufszentren aus.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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