Nach dem etwa 90-minütigen Stromausfall in Berlin-Nikolassee hat es in der Nacht keine weiteren Zwischenfälle gegeben. Das teilte der Netzbetreiber mit. Als wahrscheinliche Ursache gilt nach Angaben von Stromnetz-Berlin-Sprecher Henrik Beuster ein Defekt an einem Mittelspannungskabel. Hinweise auf einen gezielten Anschlag gebe es demnach nicht.
Möglich sei, dass das Kabel altersbedingt beschädigt wurde. Ebenso komme in Betracht, dass es bei früheren Bauarbeiten unbemerkt in Mitleidenschaft gezogen wurde. Solche Schäden würden bei Tiefbauarbeiten immer wieder vorkommen, ohne dass sie sofort auffielen, sagte Beuster. Dringe später Feuchtigkeit ein, könnten daraus Störungen entstehen.
Erst Anfang Januar hatte ein mutmaßlicher Brandanschlag von Linksextremisten auf eine Kabelbrücke im Südwesten Berlins einen außergewöhnlich langen Stromausfall ausgelöst. Rund 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten sowie mehr als 2.000 Betriebe waren damals teils mehrere Tage ohne Elektrizität.
Am Samstagabend fiel gegen 22.00 Uhr in einem Teil des damals betroffenen Gebiets erneut der Strom aus. Nach Angaben des Netzbetreibers waren etwa 1.300 Haushalte betroffen. Um 23.35 Uhr seien alle Anschlüsse wieder versorgt gewesen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion