Naturkatastrophen in Bayern 2025: Schäden deutlich gesunken
Nach mehreren Jahren mit schweren Unwettern und hohen Verlusten ist Bayern im Jahr 2025 vergleichsweise glimpflich davongekommen. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin mitteilte, gingen die Schäden durch Naturereignisse im Freistaat deutlich zurück.
In der Sachversicherung verursachten Sturm, Hagel und weitere Wetterextreme Schäden von insgesamt 118 Millionen Euro. Im Jahr zuvor hatten die Kosten noch bei 1,3 Milliarden Euro gelegen. Ausschlaggebend für den starken Rückgang war vor allem, dass es 2025 keine größeren Hochwasserlagen gab.
Keine Entwarnung trotz niedrigerer Schadenssumme
Bundesweit bezifferte der GDV die Naturkatastrophenschäden in der Sachversicherung für 2025 auf 1,4 Milliarden Euro. Das waren rund 3 Milliarden Euro weniger als im Vorjahr. Schäden an Fahrzeugen wurden dabei nicht berücksichtigt.
Den größten Teil der Verluste verursachten erneut Sturm und Hagel. Deutschlandweit summierten sich diese Schäden auf etwa eine Milliarde Euro, in Bayern auf knapp 79 Millionen Euro.
Langfristig steigen die Risiken weiter
Trotz des Rückgangs im vergangenen Jahr sehen Fachleute darin keine grundsätzliche Trendwende. Weltweit nehmen die durch Naturkatastrophen verursachten Schäden seit Jahrzehnten zu. Als ein Grund gilt unter anderem die steigende Erderwärmung: Wärmere Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern, was die Wahrscheinlichkeit für Unwetter erhöht und Gewitter häufiger sowie intensiver machen kann.
Allerdings verläuft diese Entwicklung nicht gleichmäßig. Die Schadenssummen schwanken von Jahr zu Jahr teils erheblich. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen betonte daher, ruhigere Jahre dürften nicht vorschnell als dauerhafte Veränderung gewertet werden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion