Die SpVgg Greuther Fürth hat im Abstiegskampf der 2. Bundesliga einen enorm wichtigen Erfolg gefeiert. Beim 3:2 (1:1) gegen den SV Darmstadt 98 war Noel Futkeu mit drei Treffern der überragende Mann und fügte den Hessen im Rennen um den Aufstieg einen womöglich folgenreichen Rückschlag zu.
Mit dem Heimsieg verbesserte sich Fürth auf Platz 14 und verließ damit die gefährliche Tabellenregion. Darmstadt liegt dagegen nun bereits fünf Punkte hinter dem Relegationsrang.
Futkeu dreht die Partie fast im Alleingang
Vor 12.622 Zuschauern im Ronhof gingen die Gäste zweimal in Führung. Zunächst traf Isac Lidberg in der 35. Minute, ehe Futkeu kurz vor der Pause per Handelfmeter zum 1:1 ausglich (41.).
Nach dem Seitenwechsel brachte der eingewechselte Yosuke Furukawa Darmstadt erneut nach vorn (77.). Doch Fürth gab sich nicht geschlagen. Futkeu staubte in der 85. Minute zum 2:2 ab und sorgte tief in der Nachspielzeit mit seinem dritten Treffer für den umjubelten Sieg (90.+4). Für den Angreifer waren es die Saisontore 13, 14 und 15.
Stürmer schwärmt vom Glauben der Mannschaft
"An so einem Tag höre ich gar nicht mehr auf zu strahlen", sagte Futkeu nach dem Spiel. Der Glaube an den Erfolg sei diesmal noch größer gewesen als sonst. Der Sieg sei vor allem für das Selbstvertrauen und die Überzeugung innerhalb der Mannschaft enorm wichtig. Gleichzeitig mahnte er mit Blick auf die verbleibenden Partien, dass man sich darauf noch nichts einbilden dürfe und weiter konsequent punkten müsse.
Fürth aktiver, Darmstadt wartet auf Konter
Die Gastgeber investierten insgesamt mehr in die Begegnung, während Darmstadt vor allem auf Umschaltsituationen setzte. Lange Zeit fehlte es beiden Teams jedoch an Genauigkeit im Abschluss. Erst mit zunehmender Spieldauer nahm die Partie deutlich Fahrt auf.
In der Schlussphase wurde es dann dramatisch. Zunächst sah es so aus, als könnte Furukawa mit seinem Treffer den entscheidenden Schlag für Darmstadt setzen. Die Fürther reklamierten dabei zwar auf Handspiel, blieben mit ihren Protesten aber erfolglos.
Elvedi lobt Einsatz bis zur Grenze
Danach gehörte die Bühne ganz Futkeu. Nach einer Hereingabe von Felix Klaus drückte er den Ball im Nachsetzen zum Ausgleich über die Linie. In der Nachspielzeit setzte er sich entschlossen durch und verwertete eine Vorlage von Branimir Hrgota zum viel umjubelten 3:2.
Verteidiger Jan Elvedi sprach anschließend von einem Auftritt am Limit. Die Mannschaft habe alles investiert und sei deshalb auch in der Schlussphase noch belohnt worden. Man wisse um die eigene Qualität, müsse diese aber konstant auf den Platz bringen. Gelinge das auch in den letzten vier Spielen in dieser Form, sehe er gute Chancen, das Saisonziel zu erreichen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion