Allgemein

Rettungsteam sieht sich vorbereitet, falls der Buckelwal aus eigener Kraft freikommt

Die Vorbereitungen für den Transport des geschwächten Buckelwals laufen seit mehreren Tagen. Er soll zurück ins offene Meer. Wie gut kommt die Initiative voran.

19.04.2026, 16:12 Uhr

Die private Hilfsinitiative für den in der Ostsee festsitzenden Buckelwal hat nach eigenen Angaben Vorkehrungen getroffen, falls sich das Tier durch den steigenden Wasserstand selbst befreien sollte. Da der Wal am Morgen erneut sehr aktiv gewesen sei, habe das Team bereits den vorbereiteten Notfallplan aktiviert, erklärte Rechtsanwältin Constanze von der Meden bei einer Pressekonferenz im Hafen von Kirchdorf. In den nächsten Stunden könne der Pegel um etwa 50 bis 60 Zentimeter ansteigen.

"Die Boote der DLRG stehen bereit. Sollte der Wal losschwimmen, können wir ihn begleiten und lenken. Außerdem ist sichergestellt, dass wir ihn bis in die Nordsee und weiter in den Atlantik führen können."

Von der Meden gehört zu der privat finanzierten Rettungsaktion, die von Unternehmerin Karin Walter-Mommert und Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz getragen wird. Das Vorhaben wird vom Umweltministerium beobachtet und eng mit den zuständigen Behörden abgestimmt.

Geplant ist, eine Plane unter den Wal zu bringen, die zwischen Pontons – also schwimmenden Plattformen – befestigt wird. So soll das Tier aus dem flachen Wasser gehoben und später in Richtung Nordsee transportiert werden. Die Pontons sollen dabei von einem Schlepper an einem langen Seil gezogen werden.

Nach Messungen des Umweltministeriums ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch. Das geschwächte Tier liegt bereits seit 20 Tagen in der Wismarbucht nahe der Insel Poel.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen