Baden-Württemberg

Bayern krönt sich nach Gnabry-Rückschlag mit Torfestival schon früh zum Meister

Was für eine Woche für den FC Bayern. Erst der Champions-League-Erfolg gegen Real Madrid, dann der vorzeitige Gewinn der 35. Meisterschaft. Doch es gibt einen Wermutstropfen.

19.04.2026, 19:23 Uhr

Der FC Bayern hat sich mit einem offensivstarken 4:2 (3:1) gegen den VfB Stuttgart bereits am 30. Spieltag die 35. deutsche Meisterschaft gesichert. Nach der Niederlage von Verfolger Borussia Dortmund nutzten die Münchner ihre Chance sofort und machten den ersten Teil ihrer Triple-Ambitionen perfekt.

Trotz einer stark veränderten Startelf fand das Team von Trainer Vincent Kompany schnell in die Spur. Nach einem kurzen Wackler in der Anfangsphase drehte Bayern die Partie noch vor der Pause und bescherte dem Coach den 50. Sieg im 64. Bundesligaspiel mit dem Rekordmeister.

Neuer zieht mit Müller gleich

Drei Tage vor dem Pokal-Halbfinale bei Bayer Leverkusen schonte Kompany mehrere Leistungsträger. Harry Kane kam erst nach dem Seitenwechsel, traf aber dennoch prompt. Manuel Neuer verfolgte das Spiel von der Bank aus und durfte sich über seinen 13. Meistertitel freuen – damit zog er mit Thomas Müller gleich.

Schon kurz vor Schluss wurden am Spielfeldrand Meister-Shirts bereitgelegt – ein deutliches Zeichen, dass in München früh mit der Titelparty gerechnet wurde.

Sorge um Gnabry

Getrübt wurde der Erfolg durch die Verletzung von Serge Gnabry. Der Nationalspieler hatte sich im Abschlusstraining eine schwere Adduktorenverletzung zugezogen und fällt laut Verein für längere Zeit aus. Damit droht er wichtige Saisonhöhepunkte, unter anderem das Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain, zu verpassen. Auch ein Einsatz bei der Klub-WM im Sommer scheint fraglich.

Bayern dreht die Partie noch vor der Pause

Vor 75.000 Zuschauern ging zunächst Stuttgart durch Chris Führich (21.) in Führung. Doch Bayern antwortete energisch: Raphaël Guerreiro (31.), Nicolas Jackson (33.) und Alphonso Davies (37.) sorgten noch vor der Halbzeit für eine klare Wendung.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der eingewechselte Harry Kane (52.) und baute damit die beeindruckende Torbilanz des deutschen Rekordmeisters in dieser Saison weiter aus. Chema (88.) gelang für Stuttgart kurz vor dem Ende nur noch Ergebniskosmetik.

Musiala glänzt, Stuttgart hilft mit Fehlern nach

Die Münchner waren mit Blick auf die anstehenden Topspiele auf vielen Positionen verändert, doch besonders Jamal Musiala setzte starke Akzente. In seinem 150. Bundesligaspiel bereitete er mit einer sehenswerten Aktion den Ausgleich vor, als er auf engem Raum gleich mehrere Gegenspieler aussteigen ließ.

Stuttgart machte es dem Favoriten danach aber auch zu leicht. Vor allem Finn Jeltsch leistete sich folgenschwere Fehler im Spielaufbau, die Bayern konsequent ausnutzte. Nach dem zweiten Treffer geriet der VfB zunehmend unter Druck und hatte dem Münchner Angriffsspiel kaum noch etwas entgegenzusetzen.

Meistertitel ohne große Feier im Fokus

Kompany hatte vor der Partie betont, dass eine große Feier trotz der möglichen Meisterschaft nicht im Vordergrund stehe, da Bayern weiter in allen Wettbewerben hohe Ziele verfolgt. Auf dem Platz zeigte seine Mannschaft dennoch, dass sie auch mit Rotation dominant auftreten kann.

Am Ende stand ein verdienter Sieg – und die Gewissheit, dass der FC Bayern einmal mehr ganz oben steht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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