Ermittlungen nach Schüssen auf Wohnhaus in Stockheim
Nach einem mutmaßlichen Angriff auf ein Wohnhaus im oberfränkischen Stockheim nahe der thüringischen Grenze ermittelt die Kriminalpolizei Coburg wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Das teilte die Polizei mit.
Den bisherigen Erkenntnissen zufolge hielt sich eine Hausbewohnerin am Samstagabend auf der Terrasse auf, als unmittelbar neben ihr ein lauter Einschlag in einer Fensterjalousie zu hören war. Auch ihre Tochter, die sich zu diesem Zeitpunkt im Wohnzimmer befand, nahm das Geräusch wahr. Verletzt wurde niemand.
Nach ersten Untersuchungen durchdrang eine Metallkugel von etwa Murmelgröße den Rollladen und beschädigte zudem teilweise die dahinterliegende Fensterscheibe. Der entstandene Sachschaden wird von der Polizei auf rund 2.000 Euro geschätzt.
Im Zuge der Ermittlungen gerieten zwei Männer aus dem Landkreis Kronach in den Fokus der Beamten. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Coburg wurde die Wohnung eines 30-Jährigen in der Nähe des Tatorts durchsucht. Spezialeinsatzkräfte nahmen den Mann sowie einen 22-Jährigen vorläufig fest. Beide wurden bis zum nächsten Vormittag in Polizeigewahrsam gehalten. Bei der Durchsuchung sicherten die Ermittler mehrere Beweisstücke.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion