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Michael Schulte über ESC-Streit: „Im Mittelpunkt sollte die Musik stehen“

Boykottaufrufe und politische Debatten prägen den ESC 2026. Michael Schulte erklärt, warum ihn das traurig macht und was er vom deutschen Beitrag hält.

18.04.2026, 06:46 Uhr

Sänger Michael Schulte bedauert die Diskussion um einen möglichen Ausschluss Israels vom Eurovision Song Contest in diesem Jahr. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur sagte der 35-Jährige, der israelische Act könne selbstverständlich nichts für seine Herkunft. Zugleich meinte er, es wäre womöglich für alle Beteiligten besser gewesen, wenn Israel diesmal pausiert hätte – auch im Sinne des Künstlers, da dessen Teilnahme zwangsläufig stark politisiert werde.

Schulte, der in der Nähe von Buxtehude lebt, erreichte 2018 mit seiner Ballade „You Let Me Walk Alone“ den vierten Platz. Das ist bis heute Deutschlands bestes ESC-Ergebnis seitdem. In diesem Jahr boykottieren mehrere Länder den Wettbewerb, darunter die Niederlande, Irland und Spanien, weil der israelische Sänger Noam Bettan trotz der israelischen Angriffe im Nahen Osten auftreten darf.

Gleichzeitig stört Schulte, dass die Debatte einen so großen Raum einnimmt. Seiner Ansicht nach sollte beim ESC letztlich die Musik im Vordergrund stehen. Wenn sie immer weiter in den Hintergrund gerate, mache ihn das traurig.

So bewertet Schulte den deutschen ESC-Beitrag

Insgesamt hält der Musiker, der gerade sein neues Album „Beautiful Reasons“ veröffentlicht hat, den aktuellen ESC-Jahrgang für stark und abwechslungsreich. Den deutschen Beitrag „Fire“ von Sarah Engels bezeichnete er als keine echte Neuerfindung, sondern als einen typischen ESC-Song, wie man ihn in ähnlicher Form in den vergangenen Jahren schon öfter gehört habe.

Trotzdem hofft Schulte, dass der deutsche Beitrag am Ende in den Top 10 landet. Das Finale des ESC findet am 16. Mai in Wien statt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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