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Nach tödlichem Angriff an US-Universität: Florida untersucht mögliche Rolle von OpenAI

Ein Angreifer, der zwei Menschen auf einem Uni-Gelände in Florida tötete, ließ sich zuvor laut Ermittlern von ChatGPT beraten. Staatsanwälte fordern nun mehr Informationen von der Entwicklerfirma.

21.04.2026, 21:19 Uhr

Behörden im US-Bundesstaat Florida prüfen im Zusammenhang mit dem Schusswaffenangriff an einer Hochschule auch eine mögliche Verantwortung von OpenAI, dem Unternehmen hinter ChatGPT.

Nach Angaben von Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier soll sich der mutmaßliche Täter vor der Tat intensiv von dem KI-Chatbot beraten lassen haben. Bei einer Pressekonferenz sagte Uthmeier, es sei unter anderem um die Auswahl einer Waffe, passende Munition sowie um Orte und Zeiten gegangen, an denen sich besonders viele Menschen aufhalten.

Eine Stellungnahme von OpenAI zu den Vorwürfen lag zunächst nicht vor. Bei dem Angriff auf dem Campus der Florida State University im April 2025 wurden zwei Menschen getötet, sechs weitere erlitten Verletzungen.

Ermittler verlangen Auskünfte

Nach Darstellung der beteiligten Staatsanwälte wäre bereits eine Anklage wegen Beihilfe zum Mord formuliert worden, wenn die entsprechenden Hinweise von einer realen Person gekommen wären, erklärte Uthmeier. Zwar sei ChatGPT selbst keine Person, dennoch müsse geprüft werden, ob in einem solchen Fall ein Unternehmen rechtlich zur Verantwortung gezogen werden könne.

Die Behörde forderte deshalb von OpenAI nähere Informationen an. Dabei geht es unter anderem um Schutzmechanismen für Bedrohungslagen und darum, wie das Unternehmen in kritischen Situationen reagiert.

Chatbots wie ChatGPT sind grundsätzlich so ausgelegt, dass sie Anfragen nicht beantworten sollen, wenn erkennbar ist, dass jemand sich selbst oder anderen schaden will. In bestimmten Fällen können zudem interne Stellen alarmiert werden, die gegebenenfalls Sicherheitsbehörden einschalten. Allerdings wurde in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass solche Sicherheitsvorkehrungen mitunter umgangen werden können.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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