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Hilfsinitiative: Für ein mögliches Freischwimmen des Wals ist ein Ersatzplan aktiviert

Die Vorbereitungen für den Transport des geschwächten Buckelwals laufen seit mehreren Tagen. Er soll zurück ins offene Meer. Wie gut kommt die Initiative voran.

19.04.2026, 16:17 Uhr

Die private Rettungsinitiative für den in der Ostsee festsitzenden Buckelwal sieht sich nach eigenen Angaben darauf vorbereitet, falls sich das Tier durch den steigenden Wasserstand plötzlich selbst befreien sollte. Bei einer Pressekonferenz im Hafen von Kirchdorf erklärte Rechtsanwältin Constanze von der Meden, dass wegen der wieder deutlich gestiegenen Aktivität des Wals am Morgen bereits Plan B in Kraft gesetzt worden sei. In den nächsten Stunden könne der Pegel um etwa 50 bis 60 Zentimeter ansteigen.

Nach ihren Angaben stehen Boote der DLRG bereit, um den Wal im Fall eines Freischwimmens zu begleiten. Ziel sei es, das Tier sicher zunächst in Richtung Nordsee und anschließend weiter in den Atlantik zu lotsen.

Von der Meden gehört zu der privat finanzierten Rettungsaktion, die von der Unternehmerin Karin Walter-Mommert und dem Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz getragen wird. Das Vorhaben wird vom Umweltministerium beobachtet und in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden organisiert.

Der eigentliche Rettungsplan sieht vor, unter den Wal eine Plane zu bringen, die zwischen zwei Pontons – also schwimmenden Plattformen – befestigt ist. Auf diese Weise soll das Tier aus dem flachen Wasser geborgen und anschließend in Richtung Nordsee transportiert werden. Vorgesehen ist, dass die Pontons von einem Schlepper an einem langen Seil gezogen werden.

Nach Messungen des Umweltministeriums ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch. Das geschwächte Tier befindet sich bereits seit 20 Tagen in der Wismarbucht vor der Insel Poel.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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