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FC Bayern rechnet nach Fan-Vorfall nicht mit Zuschauer-Teilsperre

Im Bayern-Spiel gegen Real werden Fotografen durch Fans verletzt, die UEFA ermittelt. Droht den Münchnern im Königsklassen-Halbfinale ein Fan-Ausschluss? Nun gibt der Sportdirektor eine Einschätzung.

18.04.2026, 10:55 Uhr

Der FC Bayern erwartet nach den Vorfällen im Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid offenbar keine Strafe in Form eines Teilausschlusses von Zuschauern für das kommende Duell mit Paris Saint-Germain. Sportdirektor Christoph Freund zeigte sich diesbezüglich gelassen. Die Bedenken seien aus Sicht des Rekordmeisters gering. Zudem verwies er auf den engen und kontinuierlichen Austausch mit der UEFA über die gesamte Saison. Dennoch hat die Europäische Fußball-Union ein Disziplinarverfahren gegen den Münchner Club eröffnet.

In den letzten Minuten der Partie in der Allianz Arena hatten mehrere Bayern-Fans Absperrungen überwunden und sich bis an den Spielfeldrand vorgearbeitet. Nach dem 4:3-Siegtreffer in der Nachspielzeit kam es im Jubel zu tumultartigen Szenen. Dabei wurden Fotografinnen und Fotografen, die hinter den Werbebanden saßen, bedrängt. Auch Jamal Musiala sprang emotional in die Menge. In dem Gedränge wurden laut Polizei mindestens zwei Frauen und zwei Männer verletzt. Die Kriminalpolizei München hat Ermittlungen aufgenommen.

Freund kritisiert die Szenen deutlich

Freund bezeichnete die Situation als chaotisch und bedauerte insbesondere, dass dabei Medienschaffende verletzt wurden. So etwas dürfe nicht passieren und habe im Stadion nichts verloren. Nach seinen Angaben steht der Verein bereits mit den betroffenen Journalistinnen und Journalisten in Kontakt.

Zugleich betonte der Sportdirektor, dass der FC Bayern und die Allianz Arena eigentlich für ein hohes Maß an Sicherheit, ein familienfreundliches Umfeld und eine besondere Fußballatmosphäre stünden. Normalerweise sei alles bestens organisiert. Der Abend gegen Real sei jedoch von außergewöhnlich vielen Emotionen geprägt gewesen, die am Ende offenbar übergekocht seien.

Hoffnung auf volle Arena gegen PSG

Nun liegt die Entscheidung bei der UEFA. Brisant ist die Lage auch deshalb, weil der FC Bayern im Dezember 2025 nach wiederholten Pyro-Vorfällen im Fanblock bereits mit einer Sperre der gesamten Südkurve belegt worden war. Diese Strafe wurde allerdings zunächst zur Bewährung ausgesetzt.

Sollte die Sanktion nun doch aktiviert werden, könnte ausgerechnet beim wichtigsten Heimspiel der Saison ein großer Bereich des Stadions leer bleiben. Das Rückspiel im Halbfinale gegen Paris Saint-Germain, in dem es um den Einzug ins Endspiel geht, findet am 6. Mai in München statt.

Freund rechnet jedoch nicht mit diesem Szenario. Er äußerte die Erwartung, dass auch gegen PSG vor ausverkauftem Haus gespielt werden könne und die Fans ein großes Fußballfest erleben werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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