Der FC Bayern München muss nach dem packenden Heimsieg im Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid mit Konsequenzen durch die UEFA rechnen. Der europäische Fußballverband hat ein Disziplinarverfahren gegen den deutschen Rekordmeister eröffnet. Auslöser sind unter anderem Vorkommnisse mit Zuschauern am Mittwochabend, nähere Details nannte die UEFA zunächst nicht.
In der Schlussphase der Begegnung in der Allianz Arena hatten mehrere Bayern-Anhänger Absperrungen überwunden und sich bis an den Spielfeldrand begeben. Nach dem 4:3 in der Nachspielzeit kam es beim Jubel zu tumultartigen Szenen: Fans drängten gegen Fotografen hinter den Werbebanden. Auch Jamal Musiala sprang in die Menschenmenge, wodurch einige Medienvertreter zusätzlich bedrängt wurden.
Nach Angaben der Polizei wurden bei dem Vorfall mindestens vier Personen verletzt, darunter zwei Frauen und zwei Männer. Die Münchner Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Mögliche Strafe vor dem PSG-Rückspiel
Noch ist unklar, ob dem FC Bayern nun ausgerechnet vor dem Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain Sanktionen im Zuschauerbereich drohen. Bereits im Dezember 2025 war der Klub nach wiederholten Pyro-Vorfällen dazu verurteilt worden, die gesamte Südkurve zu schließen. Diese Maßnahme wurde jedoch zunächst zur Bewährung ausgesetzt.
Ob die Strafe nun im wichtigsten Heimspiel der Saison wirksam werden könnte, ist derzeit offen. Bayern kämpft gegen Titelverteidiger PSG um den Einzug ins Finale der Königsklasse. Das Hinspiel findet am 28. April in Paris statt, das Rückspiel ist für den 6. Mai in der Allianz Arena angesetzt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion