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KI-entworfener Maßkrug löst Diskussionen auf der Münchner Mini-Wiesn aus

Ein Dreifach-Maßkrug, ein Riesenrad mit Schlag und ein Schreibfehler – die KI hat beim Maßkrug für das Frühlingsfest mitgewirkt - das sorgt nun für Gesprächsstoff auf der Mini-Wiesn.

17.04.2026, 17:11 Uhr

Auf dem neuen Maßkrug des Münchner Frühlingsfests sorgt ausgerechnet ein kleiner Sprachfehler für Aufmerksamkeit: Auf dem Lebkuchenherz steht „Grüs Gott“ statt des im Bairischen korrekten „Grüß Gott“. Der Krug war mit Unterstützung künstlicher Intelligenz gestaltet worden.

Doch nicht nur die fehlerhafte Begrüßung fällt auf. Auch andere Details wirken ungewöhnlich: So zeigt das Motiv ein etwas verzogenes Riesenrad und ein Paar, bei dem die Frau drei miteinander verschmolzene Maßkrüge in den Händen hält. Mehrere Medien griffen die auffälligen KI-Fehler bereits auf.

Fehler bemerkt, Entwurf trotzdem gewählt

Yvonne Heckl, Sprecherin der Münchner Schausteller, erklärte, der Schreibfehler sei durchaus aufgefallen. Trotzdem habe man sich bewusst für diesen Vorschlag entschieden. Sie verwies auf die künstlerische Freiheit. Der Entwurf einer Münchnerin habe unter allen Einsendungen am meisten überzeugt – darunter seien auch zahlreiche Beiträge von Kindern gewesen.

Im Unterschied zum offiziellen Wiesn-Maßkrug der Stadt ist der Einsatz von KI beim Frühlingsfest-Krug nicht ausgeschlossen.

Nur 1.000 Stück, nicht im Verkauf

Nach Angaben von Heckl wurden lediglich 1.000 Exemplare produziert. Verkauft wird der Krug nicht, sondern vor allem an Helfer und Unterstützer verschenkt.

Das Münchner Frühlingsfest auf der Theresienwiese, oft auch Mini-Wiesn genannt, feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Die Veranstaltung begann am Freitag und dauert zum Jubiläum erstmals drei statt zwei Wochen. Schluss ist am 10. Mai.

Heckl betonte zudem, das Frühlingsfest sei kein Abbild des Oktoberfests und habe mit der Wiesn nur bedingt zu tun. Die starke mediale Aufmerksamkeit wegen des Krugs nehme man dennoch gern mit. So viel Öffentlichkeit habe das Fest selten bekommen – eine Werbung, die sonst kaum zu bezahlen wäre.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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