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Türkei: Ermittler rücken nach tödlichen Schulschüssen Chats und soziale Medien in den Mittelpunkt

Die Behörden ermitteln nach Schüssen in zwei türkischen Schulen. Soziale Medien und Chats die Straftaten verherrlicht und zu Angriffen angestachelt haben sollen, geraten verstärkt in den Blick.

17.04.2026, 16:08 Uhr

Die türkischen Behörden richten nach zwei Schusswaffenangriffen an Schulen ihren Blick verstärkt auf soziale Netzwerke und verdächtige Chatgruppen. Nach Angaben der Polizei auf X wurden bislang 411 Menschen festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, irreführende Inhalte verbreitet, Drohungen ausgesprochen, zu Taten aufgerufen und Hass geschürt zu haben.

Am Mittwoch eröffnete laut Behörden ein Achtklässler an seiner Schule in Kahramanmaras im Südosten der Türkei das Feuer. Dabei kamen acht Mitschülerinnen und Mitschüler sowie eine Lehrerin ums Leben. Auch der mutmaßliche 14-jährige Täter ist den offiziellen Angaben zufolge tot. Die Ermittler gehen derzeit von einer geplanten Einzeltat aus.

Bereits einen Tag zuvor waren bei Schüssen an einem Gymnasium in der nahegelegenen Stadt Sanliurfa mindestens 16 Menschen verletzt worden.

Im Zuge der Untersuchungen wurden nach Polizeiangaben zudem 11 Telegram-Kanäle geschlossen. Außerdem identifizierten die Behörden 307 Kontobetreiber, die aggressive oder provokative Inhalte veröffentlicht haben sollen. Medienberichten zufolge wurde auf Telegram teilweise zu weiteren Angriffen auf Schulen aufgerufen und Gewalt verherrlicht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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