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Deutsche Bank zeigt mögliche Verstöße gegen Russland-Sanktionen an

17.04.2026, 15:43 Uhr

Medienberichten zufolge hat die Deutsche Bank Unregelmäßigkeiten bei der Einhaltung der Russland-Sanktionen eingeräumt. Wie der Branchendienst Finanz-Szene berichtet, sollen Privatkunden mit russischer oder belarussischer Staatsangehörigkeit bei Konten oder Depots höhere Guthaben gehalten haben, als nach den Regeln zulässig ist. Demnach entdeckte das Institut die Fälle im Rahmen interner Kontrollen und meldete sie selbst an die Deutsche Bundesbank.

Nach der Verschärfung der Sanktionen infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine dürfen Kunden aus Russland und Belarus bei Banken in Deutschland grundsätzlich nicht mehr als 100.000 Euro halten. Diese Grenze kann allerdings auch ohne aktives Zutun überschritten werden, etwa wenn Wertpapierbestände in einem Depot an Kurswert gewinnen.

Auf Anfrage von dpa-AFX erklärte die Deutsche Bank, ihre Abläufe zur Einhaltung von Sanktionen fortlaufend zu überprüfen. Sobald mögliche Schwachstellen erkannt würden, setze das Institut geeignete Schritte zur Anpassung und Verbesserung der Prozesse um und informiere die zuständigen Aufsichtsbehörden frühzeitig. Weitere Einzelheiten nannte ein Sprecher nicht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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