Ein Mann mit einem Messer ist in der Nacht im Münchner Rathaus entdeckt und vorläufig festgenommen worden. Brisant dabei: Der neugewählte Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) befand sich zu diesem Zeitpunkt noch im Gebäude.
Laut dem Sprecher des OB hatte Krause nach Sondierungsgesprächen mit der CSU, die im Rathaus stattfanden, noch kurz in seinem Büro gearbeitet. Damit bestätigte der Sprecher entsprechende Informationen der "Bild"-Zeitung.
Hinweis eines Sicherheitsmitarbeiters
Auslöser des Polizeieinsatzes war nach Angaben der Polizei der Anruf eines Mitarbeiters eines Sicherheitsunternehmens. Er meldete am späten Mittwochabend gegen 23.15 Uhr eine verdächtige Wahrnehmung über den Notruf.
Daraufhin umstellten und durchsuchten mehrere Polizeikräfte das große Rathaus der bayerischen Landeshauptstadt, das um diese Uhrzeit normalerweise weitgehend leer ist. In einem oberen Stockwerk trafen die Beamten schließlich auf einen 32-Jährigen und nahmen ihn vorläufig fest. Bei ihm wurde ein Messer gefunden.
Mehrere Türen beschädigt
Nach Angaben der Polizei wurden außerdem mehrere beschädigte Türen festgestellt. Gegen den Mann wird unter anderem wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.
Wie die "Bild" weiter berichtete, wurde der 32-Jährige inzwischen in eine geschlossene psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses eingewiesen.
Krause wohl nicht Ziel des Eindringlings
Dass der frisch gewählte Oberbürgermeister Ziel des Mannes gewesen sein könnte, gilt nach derzeitigem Stand als unwahrscheinlich. Nach Angaben von Krauses Sprecher hielt sich der Verdächtige im vierten Stock auf, während sich das Büro des Oberbürgermeisters im zweiten Stock befindet. Wer das OB-Büro suche, könne sich zudem an den Hinweistafeln im Rathaus orientieren.
Zusätzliche Schutzmaßnahmen für Krause sind nach dem Vorfall derzeit nicht vorgesehen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion