Alexander Zverev steht beim ATP-Turnier in München in der Vorschlussrunde. Deutschlands bester Tennisspieler setzte sich im Viertelfinale gegen den Argentinier Francisco Cerundolo mit 5:7, 6:0, 6:2 durch und darf weiter auf die erfolgreiche Titelverteidigung beim Sandplatzturnier hoffen. Nach der Partie zeigte sich Zverev zufrieden: Er habe insgesamt ein gutes Match gespielt. Mit einem vierten Triumph in München könnte der Weltranglistendritte alleiniger Rekordsieger der BMW Open werden. Entsprechend machte er auch vor den Fans deutlich, dass er am Sonntag gerne wieder mit dem Pokal auf dem Platz stehen würde.
Satz eins nach klarer Führung noch verloren
Vor rund 6.500 Zuschauern auf dem Center Court begann Zverev stark. Nach einem mühsamen Auftaktsieg im Turnier und einem souveränen Achtelfinale hatte er die Partie zunächst klar unter Kontrolle. Mit druckvollen und mutigen Grundschlägen dominierte er das Geschehen und riss das Publikum mit.
Beim Stand von 4:1 und zwei Breaks Vorsprung schien der Olympiasieger von 2021 bereits auf Kurs Richtung Satzgewinn. Doch dann kippte das Match plötzlich. Zverev verlor seinen Rhythmus, während Cerundolo immer besser ins Spiel fand und den ersten Durchgang noch drehte. Mehrfach schaute der an Nummer eins gesetzte Deutsche ratlos in Richtung seiner Box, in der wie gewohnt Vater und Trainer Alexander senior sowie Bruder Mischa saßen.
Deutliche Reaktion im zweiten Durchgang
Im Rückblick bewertete Zverev diese Phase gelassen. Er lobte Cerundolo vor allem für dessen starke Returns und meinte, der Argentinier habe in dieser Phase außergewöhnlich gut gespielt. Gleichzeitig sei er überzeugt gewesen, dass sich das Match noch drehen lasse, wenn er sein Niveau halte und seine Chancen konsequenter nutze.
Genau das gelang ihm eindrucksvoll. Im zweiten Satz ließ Zverev seinem Gegner keine Möglichkeit zur Entfaltung und holte sich den Durchgang in nur 30 Minuten ohne Spielverlust. Das gewonnene Selbstvertrauen nahm er in den dritten Satz mit, in dem er die Kontrolle behielt und den Sieg sicher nach Hause brachte.
Erstes Sandplatz-Erfolgserlebnis gegen Cerundolo
Für Zverev ist es bereits das nächste starke Resultat in einer bislang überzeugenden Saison. Nach den Australian Open sowie den Masters-1000-Turnieren in Indian Wells, Miami und Monte-Carlo steht er erneut in einem Halbfinale. Zudem beendete er mit dem Erfolg gegen Cerundolo eine kleine Negativserie: Im vierten Sandplatzduell mit dem Südamerikaner gelang ihm erstmals ein Sieg.
Im Halbfinale wartet Cobolli
In der Runde der letzten vier trifft Zverev am Samstag auf Flavio Cobolli. Der Italiener, Davis-Cup-Sieger und Weltranglisten-16., erreichte das Halbfinale mit einem ungefährdeten 6:3, 6:2 gegen den Tschechen Vit Kopriva. Das Turnier in München ist mit 2,561 Millionen Euro dotiert.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion