Ein 41 Jahre alter Autofahrer hat sich laut Polizei mit extrem hoher Geschwindigkeit einer Kontrolle entzogen und dabei andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht. Die Ermittler wollen nun klären, aus welchem Grund der Mann geflüchtet war.
Die Beamten wollten das Fahrzeug am Vormittag auf der A7 bei Kempten überprüfen, nachdem der Fahrer mehrfach rechts an anderen Autos vorbeigefahren sein soll. Anstatt den Anweisungen der Polizei zu folgen, setzte er seine Fahrt fort und wechselte von der Autobahn auf die B12.
Hubschrauber unterstützt die Suche
Nach Angaben der Polizei überholte der Mann auch bei Gegenverkehr mehrere Fahrzeuge. Andere Autofahrer mussten teils stark abbremsen, um einen Unfall zu verhindern. Obwohl auf dem Abschnitt nur 100 km/h erlaubt waren, soll der Wagen zeitweise bis zu 250 km/h erreicht haben. An der Fahndung beteiligten sich neben mehreren Streifen auch ein Polizeihubschrauber. In einem Stau nahe der Anschlussstelle Kaufbeuren konnte das Fahrzeug schließlich von Einsatzkräften gestoppt werden.
Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand, auch ein Sachschaden entstand offenbar nicht. Gegen den Fahrer wird nun unter anderem wegen des Verdachts auf ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen sowie wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden zudem das Auto und der Führerschein sichergestellt. Die Polizei bittet weitere mögliche Zeugen und betroffene Verkehrsteilnehmer, sich zu melden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion