Bayer Leverkusen hat im Rennen um die Champions-League-Plätze einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen müssen. Die Rheinländer verloren gegen den FC Augsburg mit 1:2 (1:1) und gaben damit nach zuletzt sieben Liga-Spielen ohne Niederlage wichtige Zähler ab. Für FCA-Coach Manuel Baum war es ausgerechnet in seinem 100. Bundesliga-Spiel als Augsburger Trainer ein besonderer Erfolg.
Mit Blick auf das Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern am Mittwochabend verlor die Werkself damit nicht nur Punkte, sondern auch an Selbstvertrauen.
Frühe Führung, schnelle Antwort
Vor 29.289 Zuschauern in der Leverkusener Arena erwischte Bayer den besseren Start. Patrik Schick brachte die Gastgeber in der 12. Minute per Kopf in Führung, nachdem Edmond Tapsoba präzise geflankt hatte. Der Stürmer stand diesmal wieder in der Anfangsformation, nachdem er zuletzt meist nur als Joker eingesetzt worden war.
Doch Augsburg reagierte prompt. Nur drei Minuten später kam Fabian Rieder zum Abschluss, nachdem ein zunächst abgewehrter Eckball über Dimitrios Giannoulis erneut gefährlich gemacht wurde. Der Schuss wurde noch leicht abgefälscht und schlug zum 1:1 ein.
Dahmen hält Augsburg lange im Spiel
Schon früh hatte sich angedeutet, dass Leverkusen die spielbestimmende Mannschaft sein würde. Ibrahim Maza hatte bereits in der zweiten Minute eine gute Gelegenheit, doch FCA-Keeper Finn Dahmen lenkte den Ball über die Latte. Auch danach kontrollierte Bayer das Spiel, während sich Augsburg weit zurückzog.
Trotz des Ausgleichs blieb Leverkusen überlegen und kam zu mehreren guten Möglichkeiten. Immer wieder scheiterte die Werkself jedoch an ihrer fehlenden Genauigkeit im Abschluss oder an Dahmen, der mit mehreren starken Paraden überzeugte.
Die Gäste, die mit Trauerflor an den bei einem Verkehrsunfall verstorbenen früheren Torhüter Alexander Manninger erinnerten, zeigten sich nach der Pause mutiger. Zunächst musste Mark Flekken bei einer flachen Hereingabe von Giannoulis aufmerksam eingreifen, kurz darauf verhinderte er mit einer starken Parade gegen Anton Kade sogar den möglichen Rückstand. Auf der anderen Seite rettete Dahmen spektakulär mit dem Gesicht gegen Nathan Tella.
Bayer vergibt Chancen – Rieder entscheidet vom Punkt
Auch eine kurze Behandlungspause brachte Augsburgs Schlussmann nicht aus dem Konzept. Wenig später parierte er auch gegen Maza, der nach Vorarbeit von Alejandro Grimaldo direkt abzog. Leverkusen erspielte sich zahlreiche Chancen, ließ aber die nötige Präzision vermissen. Das Publikum reagierte zunehmend ungläubig auf die ausgelassenen Möglichkeiten.
Nach 75 Minuten hatte Bayer bereits 25 Torschüsse abgegeben, ohne daraus Kapital zu schlagen. Augsburg kam offensiv kaum noch zur Entlastung. In der Schlussphase schien Leverkusen zunächst einen Elfmeter zugesprochen zu bekommen, nachdem Cedric Zesiger eine Hereingabe im Strafraum an den Arm bekam. Schiedsrichter Benjamin Brand nahm die Entscheidung nach Videostudium jedoch zurück, da der Arm angelegt gewesen sei.
In der Nachspielzeit fiel die Entscheidung dann auf der anderen Seite: Nach einem Foul von Montrell Culbreath im Strafraum zeigte der Schiedsrichter erneut auf den Punkt. Fabian Rieder übernahm Verantwortung und verwandelte in der 90.+7 Minute sicher zum 2:1-Endstand für Augsburg.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion