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Heino geht rechtlich gegen AfD-Wahlwerbung vor

Heino will nicht für Wahlkampf der AfD herhalten: Warum der Sänger jetzt juristisch gegen einen Kandidaten vorgeht – und was sein Manager zur Debatte um Heimat und rechte Vereinnahmung sagt.

19.04.2026, 10:44 Uhr

Sänger Heino (87) setzt sich juristisch gegen eine Wahlkampfbotschaft der AfD zur Wehr. Nach Angaben seines Managers Helmut Werner wurde beim Landgericht Neuruppin im Eilverfahren eine einstweilige Verfügung beantragt. Hintergrund ist eine Werbeaktion eines AfD-Kandidaten in der Uckermark vor der Landratswahl an diesem Sonntag, in der mit Heinos Namen geworben wurde. Außerdem fordert der Künstler 250.000 Euro Schmerzensgeld.

Der AfD-Politiker Felix Teichner (35) hatte in sozialen Netzwerken den Satz veröffentlicht: „Am Sonntag würde Heino Felix wählen.“ Über den Fall berichtete zunächst die Bild.

Über seinen Manager ließ Heino ausrichten, dass er dieses Vorgehen für inakzeptabel halte. Mit der beantragten Verfügung soll verhindert werden, dass Teichner den Namen des Sängers erneut für Wahlwerbung nutzt. Gegenüber der Bild erklärte der Kandidat, Heinos Anwalt solle sich fragen, ob hier nicht übertrieben werde. Zugleich bezweifelte er, dass dem Musiker überhaupt ein Schaden entstanden sei.

Heino weist Nähe zur AfD deutlich zurück

Laut Werner habe sich der Politiker nach der Aufforderung zur Abgabe einer Unterlassungserklärung zwar als Heino-Fan bezeichnet und zugesagt, die Werbung zu entfernen. Das reiche jedoch nicht aus. Es bestehe weiterhin das Risiko, dass eine ähnliche Aktion erneut vorkomme.

Heino habe sich in der Vergangenheit bereits klar gegen die AfD positioniert. Deshalb sei es aus seiner Sicht nicht hinnehmbar, von der Partei für politische Zwecke vereinnahmt zu werden. Nach Aussage seines Managers würde der Sänger allerdings auch dann rechtlich vorgehen, wenn eine andere Partei in vergleichbarer Weise mit seinem Namen werben würde.

Heino befindet sich derzeit auf Tournee. Bei seinen Auftritten singt er sowohl Volkslieder als auch die deutsche Nationalhymne. Werner erklärte zudem, der Sänger werde seit Jahrzehnten immer wieder fälschlich dem rechten Spektrum zugeordnet. Das sei völlig absurd. Zugleich kritisierte er, dass in Deutschland das Thema Heimat zu stark einer Partei überlassen worden sei — und dabei ausgerechnet der falschen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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