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Behörden melden Erpressungsversuch mit Rattengift gegen Babynahrungshersteller Hipp

Lebensgefahr durch manipulierte Babynahrung? Hipp ruft in Österreich Gläschen zurück. Was Eltern wissen müssen – und warum die Polizei noch wenig bekannt gibt.

18.04.2026, 21:53 Uhr

Unbekannte sollen versucht haben, den Babynahrungshersteller Hipp mit der Drohung zu erpressen, Gläschen mit Rattengift zu manipulieren. Nach Angaben österreichischer Behörden betrifft der Fall einen Supermarkt im Burgenland. Die Ermittlungen laufen mit Hochdruck. Hipp sprach zuvor von einem „kriminellen Eingriff von außen“ und warnte davor, dass der Verzehr eines betroffenen Produkts lebensgefährlich sein könne.

Bereits am Freitagabend hatte das Unternehmen in Österreich sein gesamtes Sortiment aus Spar-Filialen vorsorglich zurückgerufen. Die Supermarktkette entfernte daraufhin über Nacht alle Gläschen aus den Regalen. Wie die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) mitteilte, bezieht sich die Drohung nach aktuellem Stand auf eine Spar-Filiale in Eisenstadt. Konkret gehe es um das Produkt „Karotte mit Kartoffel“, 190 Gramm. Manipulierte Gläser sollen demnach mit einem weißen Aufkleber und einem roten Kreis markiert worden sein.

Bislang kein manipuliertes Produkt entdeckt

Laut Polizei wurde unter den in Österreich aus dem Verkauf genommenen Gläschen bislang kein verändertes Produkt gefunden. Allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass bereits vor der Räumung manipulierte Ware gekauft wurde. Deshalb werden Eltern gebeten, ungeöffnete oder ungenutzte Gläschen in den Supermarkt zurückzubringen. Wer etwas Auffälliges bemerkt hat, soll sich zudem bei der Polizei melden, damit mögliche Beweismittel gesichert werden können.

Nach Einschätzung der Ages können bestimmte Wirkstoffe in Rattengift die Blutgerinnung beeinträchtigen. Mögliche Anzeichen seien unter anderem Zahnfleischbluten, Nasenbluten, blaue Flecken oder Blut im Stuhl. Eltern, die solche Symptome bei Kindern bemerken, die Hipp-Babynahrung gegessen haben, sollten umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Die Wurzeln des Familienunternehmens Hipp reichen mehr als 120 Jahre zurück. Gegründet wurde es im bayerischen Pfaffenhofen. Der Sitz der Hipp Holding AG befindet sich heute im schweizerischen Sachseln im Kanton Obwalden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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