Manuel Baum nutzte unter der Woche den Champions-League-Kracher zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid als Mischung aus Unterhaltung und Weiterbildung. Der Trainer des FC Augsburg verfolgte das Topspiel in der Allianz Arena, einem Stadion, an das die Augsburger in dieser Saison beste Erinnerungen haben.
Denn bislang kassierte der FC Bayern in der laufenden Bundesliga-Spielzeit nur eine Heimniederlage – und die setzte es Ende Januar beim 1:2 gegen den FCA. Nun wollen die Fuggerstädter auch am Samstag um 15.30 Uhr bei Bayer Leverkusen für eine Überraschung sorgen.
Baum: Bayern-Sieg ist nur noch Geschichte
Baum will den Erfolg in München allerdings nicht überbewerten. Die Partie sei zwar eine schöne Erinnerung, helfe seinem Team für die aktuelle Aufgabe aber nicht weiter, sagte der Coach. In Leverkusen wolle Augsburg dennoch versuchen, erneut einen großen Gegner zu ärgern.
Für Baum ist das Duell auch persönlich besonders: Bereits im vergangenen Dezember hatte er beim 2:0 im Hinrundenspiel gegen Leverkusen nach der Trennung von Sandro Wagner sein Comeback als FCA-Trainer gegeben. Gleichzeitig steht nun sein 100. Bundesliga-Spiel an der Seitenlinie der Augsburger an.
Gouweleeuw noch nicht sicher dabei
Leverkusen beschreibt Baum als Mannschaft mit enormem Potenzial. Wenn Bayer sein höchstes Niveau abrufe, könne das Team "Vollgas" spielen. Zugleich schwankten die Leistungen mitunter. Gerade deshalb erwartet der FCA-Coach eine intensive und interessante Begegnung gegen den Tabellenkonkurrenten, der vier Punkte hinter einem Champions-League-Rang liegt.
Personell ist die Lage in Augsburg weitgehend entspannt. Lediglich hinter Jeffrey Gouweleeuw steht noch ein Fragezeichen. Der Innenverteidiger hat laut Baum einen Schlag aufs Knie bekommen. Sollte alles planmäßig verlaufen, könnte er am Wochenende aber einsatzbereit sein.
Spekulationen um Claude-Maurice
Offensiv ruhen viele Hoffnungen erneut auf Alexis Claude-Maurice. Zwar vergab der Franzose beim 2:2 gegen Hoffenheim kurz vor Schluss einen Elfmeter, dennoch bleibt er ein zentraler Faktor im Augsburger Angriffsspiel.
Rund um den 27-Jährigen gibt es zuletzt wieder Gerüchte über einen möglichen vorzeitigen Wechsel, obwohl sein Vertrag noch bis Sommer 2027 läuft. Baum glaubt jedoch nicht, dass sich sein Spielmacher derzeit mit solchen Themen beschäftigt. Claude-Maurice sei voll auf seine Leistungen konzentriert und wolle der Mannschaft bestmöglich helfen.
Der Franzose war 2024 ablösefrei von OGC Nizza nach Augsburg gekommen. Baum lobte ihn als absoluten Profi und hob vor allem dessen Kreativität sowie seine technische Klasse hervor. Gerade im Eins-gegen-eins sei Claude-Maurice außergewöhnlich stark. Zudem beeindrucke ihn die hohe Qualität, die der Offensivmann im Training konstant einbringe. Gegen Leverkusen soll er nun erneut eine Schlüsselrolle übernehmen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion