Politik

Havanna bestätigt Treffen mit US-Vertretern auf Kuba

Vertreter der USA und Kubas sollen in Havanna verhandelt haben. Der Austausch verlief laut kubanischem Außenministerium «respektvoll und professionell».

20.04.2026, 22:31 Uhr

Kuba hat erstmals seit der erneuten Zuspitzung der Beziehungen unter US-Präsident Donald Trump ein Gespräch mit amerikanischen Regierungsvertretern auf der Insel eingeräumt. Wie Alejandro García del Toro, zuständig für US-Fragen im kubanischen Außenministerium, der Zeitung Granma sagte, kamen Delegationen beider Länder vor Kurzem in Kuba zusammen.

Zu den Inhalten äußerte sich del Toro nicht näher und verwies auf die Sensibilität des Themas. Nach seinen Angaben verlief der Austausch jedoch respektvoll und professionell; weder seien Fristen gesetzt noch Drohungen ausgesprochen worden. Berichten zufolge nahmen auf beiden Seiten stellvertretende Außenminister an dem Treffen teil.

Trump spricht von möglicher "Übernahme"

Zuvor hatten bereits US-Medien unter Verweis auf Vertreter der Trump-Regierung über das Treffen berichtet. Dem Portal Axios zufolge fand die Zusammenkunft am 10. April in Havanna statt. Auch Raúl Guillermo Rodríguez Castro, ein Enkel des 94-jährigen Revolutionsführers Raúl Castro, soll dabei gewesen sein. Er gilt als enger Vertrauter seines Großvaters und ist unter den Spitznamen "Raulito" und "Die Krabbe" bekannt.

Trump hatte in den vergangenen Wochen wiederholt einen härteren Kurs gegenüber Kuba angekündigt und sogar von einer möglichen "Übernahme" gesprochen. Washington will damit wirtschaftliche und politische Veränderungen auf der von der Kommunistischen Partei geführten Karibikinsel erzwingen. Für die kubanische Regierung steht derzeit vor allem die Aufhebung der seit Januar geltenden US-Ölblockade im Mittelpunkt. Der Mangel an Erdöl hat die ohnehin schwere Wirtschaftskrise des Landes zusätzlich verschärft.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen