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Digitale Archäologie in Bayern: Mit dem Smartphone auf Spurensuche

Keramikscherben, Grabhügel und Co.: Wer in Bayern mit dem Handy auf Schatzsuche gehen will, braucht jetzt nur noch eine App. Wie das funktioniert und was das bringen soll.

20.04.2026, 14:47 Uhr

In Bayern wird die ehrenamtliche Archäologie digitaler: Eine neue App und passende Software sollen es Freiwilligen erleichtern, ihre Entdeckungen direkt zu dokumentieren und zu melden. Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) bezeichnete den ArchaeoSurveyTracker (Astracker) als einfache, effiziente und praxisnahe Lösung. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege ist Bayern das erste Bundesland mit einem solchen Angebot.

Funde direkt vor Ort erfassen

Die Anwendung richtet sich an Hobbyarchäologinnen und Hobbyarchäologen, die auf Feldern und in der Landschaft nach Spuren vergangener Zeiten suchen. Dabei kann es etwa um Hinweise auf Grabhügel, alte Wallanlagen oder Keramikscherben gehen. Blume fasste das Konzept treffend mit den Worten „vom Acker in die App“ zusammen. Davon profitierten nicht nur die Ehrenamtlichen, sondern auch die wissenschaftliche Forschung.

Mit Astracker lässt sich der genaue Fundort per Smartphone festhalten. Später können die Daten am Computer mit der zugehörigen Software geordnet, ausgewertet und an das Landesamt weitergegeben werden. Das bisher oft umständliche Sammeln von Koordinaten, Karten und Formularen in Papierform soll damit entfallen.

Auch für den Nachwuchs gedacht

Begleitet wurde die Entwicklung von der Gesellschaft für Archäologie in Bayern, die rund 3.000 Mitglieder zählt. Dahinter steht auch die Erwartung, durch die digitale Technik vor allem jüngere Menschen für Archäologie zu begeistern.

Auch in der universitären Ausbildung soll Astracker künftig eine Rolle spielen: Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg plant, die App bei Geländepraktika einzusetzen.

Zugang nur nach Registrierung

In den üblichen App-Stores ist Astracker derzeit nicht frei erhältlich. Wer die Anwendung nutzen möchte, muss sich zunächst beim Landesamt für Denkmalpflege anmelden und erhält anschließend einen persönlichen Zugang.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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