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Dortmunds Ausrutscher ebnet Bayern den Weg zur Meisterschaft

Dortmund verliert - der Weg ist frei für die mögliche Meisterfeier der Bayern an diesem Sonntag. Und sonst? Das Debüt von Marie-Louise Eta geht daneben, Werder siegt im Nordderby.

18.04.2026, 17:42 Uhr

Der FC Bayern München kann bereits an diesem Sonntag vorzeitig den nächsten Titel feiern. Möglich macht das die 1:2-Niederlage von Borussia Dortmund bei der TSG Hoffenheim, nach der der BVB nun zwölf Punkte hinter dem Rekordmeister liegt. Schon ein Unentschieden der Münchner im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am Sonntagabend um 17.30 Uhr bei DAZN würde reichen, um die 35. deutsche Meisterschaft perfekt zu machen.

Auch an anderer Stelle stand die Bundesliga am Samstag im Fokus: Das viel beachtete Debüt von Marie-Louise Eta als erster Cheftrainerin in der Bundesliga endete mit einer Niederlage. Union Berlin verlor zuhause gegen den VfL Wolfsburg mit 1:2. Im Nordduell setzte sich Werder Bremen mit 3:1 gegen den Hamburger SV durch und sammelte wichtige Punkte im Abstiegskampf. Bayer Leverkusen kassierte zudem gegen den FC Augsburg noch spät eine 1:2-Heimniederlage.

Zwei Handelfmeter entscheiden gegen den BVB

Vor allem eine Szene dürfte in Dortmund noch für Diskussionen sorgen. Niklas Süle rutschte an der Strafraumkante weg, ging zu Boden und bekam in dieser Aktion den Ball an den Arm. Nach Überprüfung griff der VAR ein, der Schiedsrichter entschied auf Handelfmeter. Andrej Kramaric verwandelte in der 42. Minute sicher zur Hoffenheimer Führung.

Dortmund kam in der Schlussphase noch einmal zurück: Serhou Guirassy traf in der 87. Minute zum 1:1. Damit schien der BVB zumindest einen Punkt mitzunehmen und den Vorsprung auf Platz fünf auszubauen. Doch tief in der Nachspielzeit gab es erneut Elfmeter wegen Handspiels für Hoffenheim. Wieder trat Kramaric an und traf in der 90.+8 Minute zum späten 2:1-Sieg für die Gastgeber.

Rückschlag für Eta bei Union Berlin

Für Marie-Louise Eta begann ihr historischer Einstand bei Union Berlin trotz großer Aufmerksamkeit ohne Erfolgserlebnis. Schon früh gerieten die Berliner ins Hintertreffen: Patrick Wimmer traf in der 11. Minute mit einem platzierten Abschluss von außerhalb des Strafraums zur Wolfsburger Führung.

Direkt nach dem Seitenwechsel legte Dženan Pejčinović in der 46. Minute das 2:0 nach. Dabei offenbarte die Union-Defensive erneut große Probleme. Mehr als der späte Anschlusstreffer durch Oliver Burke in der 86. Minute gelang den Gastgebern nicht mehr.

Union steckt damit weiter im Tabellenkeller fest. Bereits in der Vorwoche hatte das Team beim Schlusslicht 1. FC Heidenheim verloren, woraufhin Steffen Baumgart seinen Posten räumen musste. Wolfsburg darf durch den Auswärtssieg im Kampf um den Klassenverbleib weiter hoffen.

Werder gewinnt hitziges Nordduell gegen den HSV

Für Werder Bremen war der Heimsieg gegen den Hamburger SV gleich doppelt wertvoll. Zum einen verschafften sich die Bremer Luft im Tabellenkeller und liegen nun fünf Punkte vor dem Relegationsplatz. Zum anderen zog Werder nach Punkten mit dem Nordrivalen gleich.

Großer Mann des Abends war Jens Stage, der mit seinen Treffern in der 37. und 57. Minute den Unterschied machte. Zwischenzeitlich hatte Robert Glatzel in der 41. Minute für den HSV ausgeglichen.

In der Schlussphase wurde die Partie dann noch hektisch. Philip Otele sah in der 79. Minute die Rote Karte, sodass Hamburg die letzten Minuten in Unterzahl bestreiten musste. Cameron Puertas erhöhte in der 90.+1 Minute auf 3:1. Kurz darauf flogen mit Jan Hoepner auf Bremer Seite (90.+2) und Loic Favé beim HSV (90.+3) zwei weitere Spieler vom Platz.

Leverkusen kassiert späten Dämpfer gegen Augsburg

Auch Bayer Leverkusen musste einen bitteren Rückschlag hinnehmen. Zwar brachte Patrik Schick die Werkself in der 12. Minute in Führung, doch nur drei Minuten später sorgte Fabian Rieder für den Ausgleich.

In der langen Nachspielzeit folgte dann der Schock für die Gastgeber: Augsburg bekam einen Elfmeter zugesprochen, und erneut war es Rieder, der in der siebten Minute der Nachspielzeit zum 2:1 verwandelte.

Damit bleibt Leverkusen im Rennen um die Champions-League-Plätze unter Druck, während Augsburg seine Position im gesicherten Mittelfeld weiter festigte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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