Bayern

Obstbäume in Franken stehen in Blüte: Das braucht es für eine erfolgreiche Ernte

Touristen und Ausflügler bestaunen die Blütenpracht - und die Obstbauern hoffen, dass jetzt bloß kein Frost mehr kommt. Wie steht es um den Obstanbau in Franken?

18.04.2026, 04:05 Uhr

In vielen Teilen der Fränkischen Schweiz ist die Kirschblüte derzeit noch ein Hingucker. In anderen fränkischen Obstregionen hat bereits die Apfelblüte eingesetzt. Damit zeigt sich die Saison in den Anbaugebieten schon jetzt von ihrer farbenfrohen Seite.

Mit den ersten Erdbeeren aus sogenannten Wandertunneln soll die fränkische Obstsaison schon in wenigen Tagen beginnen. Das kündigte Thomas Riehl vom Verein Fränkische Obstbauern an.

Kirschernte wird im Juni erwartet

Nach Einschätzung von Riehl liegt die Entwicklung der Vegetation derzeit ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Nachtfröste Ende März und Anfang April hätten zwar leichte Schäden an noch geschlossenen Blüten verursacht, wirtschaftlich relevante Folgen seien nach aktueller Bewertung aber meist ausgeblieben.

Für eine gute Ernte komme es nun vor allem darauf an, dass weitere Nachtfröste ausbleiben. Dieses Risiko bestehe grundsätzlich noch bis etwa Mitte Mai. Auch Hagel könne die Bestände stark beeinträchtigen. Zudem seien genügend Niederschläge wichtig. Die Kirschernte in Franken beginnt traditionell im Juni.

Wetter sorgt regelmäßig für starke Unterschiede bei der Erntemenge

Die Fränkische Schweiz zählt zu den bekanntesten Kirschanbaugebieten Deutschlands. In der Region zwischen Bayreuth, Nürnberg und Forchheim stehen auf rund 25 Quadratkilometern etwa 250.000 Kirschbäume. Damit gilt das Gebiet als eines der größten zusammenhängenden Kirschanbauareale Europas. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt des Obstbaus liegt in Unterfranken.

Wie groß die Ernte am Ende ausfällt, schwankt von Jahr zu Jahr deutlich. Grund dafür sind die starken Einflüsse des Wetters: Spätfröste im Mai, Starkregen oder Hagel können den Kirschbäumen erheblich zusetzen.

Im vergangenen Jahr wurden laut Landesamt für Statistik 1.792 Tonnen Süßkirschen geerntet. Das entsprach einem Plus von 30,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem ungünstige Wetterbedingungen zu deutlichen Verlusten geführt hatten. Der Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024 liegt bei 2.317 Tonnen Süßkirschen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen