Baden-Württemberg

Kompany bremst Titel-Euphorie: Bayerns Blick geht schon weiter

Der FC Bayern kann am Wochenende Meister werden. Eine Party sei aber nicht geplant - ganz im Gegenteil. Coach Kompany und seine Spieler haben längst ihren Fokus auf die nächsten Aufgaben gelegt.

18.04.2026, 13:08 Uhr

Vincent Kompany will vor einer möglichen Vorentscheidung im Meisterrennen keine verfrühte Feier aufkommen lassen. Der Bayern-Coach machte deutlich, dass eine große Party an diesem Wochenende nicht geplant ist. Der Belgier betonte, dass seine Mannschaft gut damit leben könne, mit dem Jubeln noch etwas zu warten. Schließlich haben die Münchner neben der praktisch gesicherten Meisterschaft auch im DFB-Pokal und in der Champions League noch große Ziele.

Meisterschaft könnte am 30. Spieltag fix werden

Die Ausgangslage ist klar: Gewinnt Bayern am Sonntagabend zu Hause gegen den VfB Stuttgart mehr Punkte als Borussia Dortmund tags zuvor in Hoffenheim holt, wäre der 35. Meistertitel rechnerisch perfekt. Sollten beide Teams gleich viele Zähler sammeln, bliebe den Münchnern bei noch vier ausstehenden Spielen ein Vorsprung von zwölf Punkten – dazu kommt das deutlich bessere Torverhältnis.

Triple-Ziel wichtiger als eine schnelle Feier

Kompany schilderte, dass auch innerhalb der Mannschaft der Fokus längst nicht auf einer frühen Meisterparty liegt. Nach dem Stuttgart-Spiel richte sich die volle Aufmerksamkeit sofort auf Bayer Leverkusen – unabhängig vom Ergebnis in der Liga. Schon drei Tage später wartet in Leverkusen das Halbfinale im DFB-Pokal. Wenige Tage danach steht zudem das Hinspiel im Champions-League-Halbfinale bei Paris Saint-Germain an.

Kompany hofft zwar auf Feiern am Ende der Saison, machte aber klar, dass Umfang und Anzahl dieser Momente erst noch verdient werden müssen. Deshalb sei Geduld aktuell kein Problem.

Bayern gelassen bei UEFA-Ermittlungen

Nach dem spektakulären 4:3 gegen Real Madrid gehen die Münchner mit viel Selbstvertrauen in das Duell mit Titelverteidiger PSG. Wegen der Vorfälle rund um die Fans beim Real-Spiel rechnet die Vereinsführung jedoch nicht mit gravierenden Konsequenzen. Sportdirektor Christoph Freund sagte, dass die Sorge über eine harte UEFA-Strafe – selbst im Fall einer Sperre der Südtribüne – eher gering sei.

Ein solcher Schritt wäre zwar ein spürbarer Dämpfer für die Stimmung, sportlich läuft bei Bayern derzeit aber vieles nach Wunsch. Laut Kompany stehen bis auf die Talente Lennart Karl und Tom Bischof sowie Ersatzkeeper Sven Ulreich alle Spieler für die entscheidende Saisonphase zur Verfügung.

Gegen Stuttgart könnte kräftig rotiert werden

Mit Blick auf die anstehenden Topspiele will Kompany gegen Stuttgart voraussichtlich mehreren Spielern Einsatzzeit geben. Der Trainer kündigte an, den Kader nutzen zu müssen – und sieht die Partie zugleich als Bewährungsprobe für jene Akteure, die sonst eher in der zweiten Reihe stehen.

Solche Spiele seien die Gelegenheit, sich für wichtigere Aufgaben zu empfehlen. Wer jetzt überzeugt, kann sich für ein mögliches Finale oder einen Einsatz in entscheidenden Wochen empfehlen. Genau dieser interne Konkurrenzkampf sei derzeit eine der großen Stärken des Teams.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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