Bayern

Bayerische FDP sucht in schwieriger Lage erneut eine neue Führung

Personelle Kontinuität ist in der FDP in Bayern ebenso schwer zu finden wie Wahlerfolge. Beim anstehenden Parteitag gibt es dennoch gleich mehrere Bewerber um den frei werdenden Chefposten.

18.04.2026, 03:30 Uhr

Bei der bayerischen FDP steht schon wieder ein Wechsel an der Spitze des Landesverbands bevor. Auf dem Landesparteitag in Ingolstadt an diesem Wochenende treten bislang vier Männer für den Vorsitz an.

Wer sich durchsetzt, gilt als offen. Als aussichtsreichster Bewerber wird derzeit der bisherige stellvertretende Landesvorsitzende Matthias Fischbach gehandelt. Der 37-Jährige saß von 2018 bis 2023 für die FDP im Bayerischen Landtag und war dort auch parlamentarischer Geschäftsführer.

Neben Fischbach bewerben sich Hans-Peter Posch (63) aus Schwaben sowie die Münchner Moritz Fingerle (40) und Aljoscha Lubos. Außerhalb der Partei sind die drei weitgehend unbekannt. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die FDP bei der Landtagswahl 2028 zurück in den Landtag zu bringen. Der Vorsitz ist allerdings kein bezahltes Amt, sondern wird ehrenamtlich ausgeübt.

Partei liegt in Umfragen deutlich unter der Fünf-Prozent-Marke

Die Ausgangslage für die Liberalen ist schwierig. In aktuellen Umfragen kommt die FDP in Bayern nur auf rund zwei Prozent und liegt damit klar unter der Hürde für den Einzug in den Landtag. Selbst das schwache Ergebnis der Landtagswahl 2023 von drei Prozent würde sie derzeit nicht erreichen.

Michael Ruoff legt Vorsitz nach kurzer Zeit nieder

Erst im Juni 2025 hatte die Partei mit dem Juristen Michael Ruoff einen neuen Landeschef gewählt. Er war Nachfolger von Martin Hagen, der zuvor auch die FDP-Fraktion im Landtag geführt hatte. Vor wenigen Wochen zog sich Ruoff jedoch überraschend aus persönlichen Gründen von dem Amt zurück.

In Hagens Zeit an der Spitze musste die bayerische FDP mehrere bittere Wahlniederlagen verkraften. Hagen orientiert sich inzwischen Richtung Bundespolitik und möchte bei der kommenden Wahl des FDP-Bundesvorstands das Amt des Generalsekretärs übernehmen. Für den Parteivorsitz auf Bundesebene kandidiert unter anderem Wolfgang Kubicki, der 74 Jahre alt ist.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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