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Blue-Origin-Rakete bringt Satelliten auf falsche Umlaufbahn

Bereits zum dritten Mal startete die leistungsstarke Schwerlastrakete «New Glenn» von Amazon-Gründer Bezos. Dabei erreichte sie neue Meilensteine - aber eine wichtige Sache ging schief.

20.04.2026, 21:30 Uhr

Die Schwerlastrakete "New Glenn" von Blue Origin, dem Raumfahrtunternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos, hat bei ihrem dritten Einsatz einen Satelliten nicht wie geplant ausgesetzt. Unternehmenschef Dave Limp erklärte auf der Plattform X, man habe das Missionsziel des Kunden und die eigenen Erwartungen klar verfehlt.

Nach ersten Angaben lieferte eines der Triebwerke nicht genügend Schub. Blue Origin untersucht den Zwischenfall nun gemeinsam mit der US-Luftfahrtbehörde FAA.

Der Start vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im Bundesstaat Florida verlief zunächst wie vorgesehen. Erstmals kam dabei eine bereits zuvor genutzte Raketenstufe zum Einsatz, die anschließend erneut erfolgreich auf einer Plattform im Atlantik landete. Der Satellit "Blue Bird 7" wurde jedoch in einer zu niedrigen Umlaufbahn abgesetzt, was auch Hersteller AST SpaceMobile bestätigte.

Bereits beim Jungfernflug im Januar 2025 erreichte die "New Glenn" erfolgreich das All. Beim zweiten Start, rund zehn Monate später, transportierte sie zwei Mars-Orbiter der Nasa ins Weltall.

Mit der Rakete will Blue Origin künftig stärker in Konkurrenz zu SpaceX von Elon Musk treten, das den Markt der kommerziellen Raumfahrt derzeit klar anführt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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