Sieben Monate nach dem Fund der stark verwesten Leiche eines 14-jährigen Mädchens im Kofferraum eines Autos hat die Staatsanwaltschaft in Los Angeles Anklage wegen Mordes gegen den US-Musiker D4vd erhoben. Der 21-Jährige war in der vergangenen Woche festgenommen worden. Bezirksstaatsanwalt Nathan J. Hochman stellte die Anklage am Montag (Ortszeit) in drei Punkten vor. Im Fall einer Verurteilung droht dem Sänger lebenslange Haft.
Nach Angaben der Anklage soll der Künstler, der mit bürgerlichem Namen David Burke heißt, eine missbräuchliche sexuelle Beziehung zu der Minderjährigen gehabt haben. Zur genauen Todesursache machten die Behörden zunächst keine Angaben. Ein Autopsiebericht steht noch aus. Ermittler erklärten auf einer Pressekonferenz, das Mädchen habe sich im April 2025 im Haus des Musikers aufgehalten und sei danach nicht mehr lebend gesehen worden.
Leichenteile auf Abschleppgelände gefunden
Bundesweite Aufmerksamkeit bekam der Fall bereits im September 2025. Beschäftigte eines Abschlepphofs in Hollywood verständigten die Polizei, nachdem ihnen ein intensiver Verwesungsgeruch aufgefallen war. In einem sichergestellten Fahrzeug, das auf Burke zugelassen war und zuvor als verlassen gemeldet worden war, entdeckten Ermittler im Kofferraum Leichenteile in schwarzen Müllsäcken.
Wie NBC News unter Berufung auf Gerichtsunterlagen berichtete, war der Körper bereits weitgehend verwest und dürfte schon längere Zeit in dem Wagen gelegen haben. Das Mädchen stammte aus Lake Elsinore, rund 110 Kilometer südöstlich von Los Angeles, und galt seit April 2024 als vermisst.
Der Musiker war schon seit Monaten ins Visier der Ermittler geraten. In der Folge kam es zu einer Untersuchung durch eine Grand Jury. Seine Verteidiger wiesen die Vorwürfe laut mehreren US-Medien zurück.
D4vd war international mit den auf TikTok viral gegangenen Songs „Romantic Homicide“ und „Here with Me“ bekannt geworden, die milliardenschwere Streamingzahlen erreichten. 2025 steuerte er außerdem den Titelsong für das Videospiel „Fortnite“ bei.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion