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Koalition plant längere Auszahlung der 1.000-Euro-Entlastungsprämie

Ursprünglich sollte sie nur für dieses Jahr gelten - nun will die Bundesregierung Arbeitgebern Zeit bis Ende Juni 2027 geben, um ihren Mitarbeitern 1.000 Euro Krisenprämie zu zahlen.

20.04.2026, 19:58 Uhr

Die Bundesregierung möchte Unternehmen länger als bisher ermöglichen, ihren Beschäftigten eine steuerfreie Entlastungsprämie von 1.000 Euro auszuzahlen. Nach den Plänen der Regierungsfraktionen soll die bislang nur für dieses Jahr vorgesehene Regelung nun bis zum 30. Juni 2027 verlängert werden. Das geht aus einem Entschließungsantrag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt; zuvor hatte bereits das Handelsblatt darüber berichtet.

Über den Vorschlag soll der Bundestag am Mittwoch abstimmen. Die mit der Prämie verbundenen Steuerausfälle werden auf rund 2,8 Milliarden Euro geschätzt.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte bereits in der vergangenen Woche angekündigt, das Angebot solle auch 2026 und 2027 gelten. Die SPD hatte sich ebenfalls offen für eine Verlängerung gezeigt. Inzwischen haben sich beide Seiten auf das Vorhaben verständigt.

Die schwarz-rote Koalition hatte angesichts gestiegener Preise, vor allem im Energiesektor infolge des Iran-Kriegs, mehrere Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger beschlossen. Dazu zählt auch die steuer- und abgabenfreie Krisenprämie von 1.000 Euro.

Zusätzlich ist vorgesehen, die Steuern auf Diesel und Benzin vom 1. Mai bis Ende Juni für zwei Monate um jeweils etwa 17 Cent brutto je Liter zu senken.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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