Der traditionelle Rundgang des Kanzlers zum Auftakt der Hannover Messe verlief dieses Mal anders als vorgesehen: Bundeskanzler Friedrich Merz und Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva besuchten die weltweit größte Industriemesse über weite Strecken nicht gemeinsam. Schon kurz nach dem Eröffnungsstatement am Stand des Partnerlandes Brasilien trennten sich ihre Wege.
Während Lula weitere brasilianische Aussteller besichtigte, setzte Merz seinen Besuch ohne den Präsidenten fort und informierte sich unter anderem über humanoide Roboter.
Regierung: Trennung sei abgestimmt gewesen
Aus deutschen Regierungskreisen hieß es, die Entscheidung für getrennte Besuche an verschiedenen Ständen sei in beiderseitigem Einvernehmen gefallen. Hintergrund sei gewesen, dass sich der Beginn des Programms durch eine Verspätung der brasilianischen Delegation nach hinten verschoben habe.
Um dennoch möglichst viele Unternehmen besuchen zu können, hätten sich beide Delegationen aufgeteilt. Auf diese Weise habe das Programm bestmöglich umgesetzt werden können.
Überraschung bei Polizei und Messeleitung
Bei Polizei und Messeverantwortlichen sorgte der ungewöhnliche Ablauf hingegen für Verwunderung. Dort hieß es, einen solchen Vorgang habe man bislang noch nicht erlebt. Auch ein gemeinsames Abschlussstatement fand nicht statt. Stattdessen trat Merz am Ende allein vor die Öffentlichkeit.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion