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Schüsse in Kiew: Mehrere Menschen getötet

Ein Unbekannter erschießt auf offener Straße Passanten. Was sind die Hintergründe der Tat?

18.04.2026, 21:10 Uhr

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach Behördenangaben bei einer Schusswaffenattacke sechs Menschen ums Leben gekommen. Neun weitere Personen wurden verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mitteilte. Nach Angaben von Innenminister Ihor Klymenko wurde der mutmaßliche Täter später von einer Polizeispezialeinheit erschossen, nachdem er sich mit Geiseln in einem Supermarkt verschanzt hatte.

Medien zufolge hatte der Mann zuvor im Stadtteil Demijiwka auf Passanten geschossen. Das Innenministerium erklärte später, er habe dabei ein halbautomatisches Gewehr benutzt, für das er demnach auch eine offizielle Genehmigung besaß. Als die Polizei eingriff, flüchtete der 58-Jährige in einen Supermarkt. Laut Klymenko scheiterten alle Versuche, mit ihm Kontakt aufzunehmen, weshalb das Gebäude schließlich gestürmt wurde.

Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko sagte, der Angreifer stamme ursprünglich aus Moskau. Medienberichten zufolge soll er jedoch die ukrainische Staatsbürgerschaft besitzen und längere Zeit im Donbass gelebt haben.

Selenskyj kondoliert den Familien

Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach den Angehörigen der Opfer in einer Videobotschaft sein Mitgefühl aus. Polizei und Geheimdienst arbeiteten daran, die Hintergründe der Tat aufzuklären. Selenskyj nannte zudem eine höhere Zahl von 14 Verletzten und betonte, dass sich diese Angabe noch verändern könne.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland vorangetriebene Invasion. In diesem Zusammenhang ist auch die Verbreitung von Waffen in der Bevölkerung deutlich gestiegen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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