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Ehemalige Wimbledon-Siegerin erklärt verpassten Dopingtest mit Angststörung

Marketa Vondrousova erklärt, warum sie einen Dopingtest verpasst hat – und spricht über Angst, Stress und das Gefühl, zu Hause nicht mehr sicher zu sein. Kann sie eine Sperre abwenden?

18.04.2026, 19:04 Uhr

Die frühere Wimbledon-Gewinnerin Marketa Vondrousova hat einen versäumten Dopingtest in einer emotionalen Instagram-Botschaft mit ihrer psychischen Verfassung erklärt. Die 26-jährige Tschechin schrieb, sie sei nach Monaten großer körperlicher und mentaler Belastung an einem Tiefpunkt angekommen. Auslöser des Vorfalls sei gewesen, dass spät am Abend ein Dopingkontrolleur bei ihr geklingelt habe, ohne sich aus ihrer Sicht ausreichend auszuweisen.

Vondrousova betonte, sie habe in diesem Moment aus Angst gehandelt und nicht, um eine Kontrolle zu umgehen. Es sei ihr allein darum gegangen, sich sicher zu fühlen. Offenbar gewährte sie dem Kontrolleur keinen Zutritt zu ihrer Wohnung. Nun könnte ihr eine längere Sperre drohen. Die International Tennis Integrity Agency bestätigte auf Anfrage, dass gegen die Spielerin wegen eines verweigerten Tests ermittelt werde.

„Ich fühle mich zu Hause nicht mehr sicher“

Zu Beginn ihrer Mitteilung erklärte Vondrousova, es falle ihr schwer, über das Thema zu sprechen, sie wolle aber offen mit ihrer mentalen Gesundheit umgehen. Seit längerer Zeit leide sie unter Verletzungen, dauerhaftem Druck und Schlafproblemen. Diese Belastungen hätten sie zunehmend erschöpft.

Hinzu komme, dass sie über Jahre hinweg hasserfüllte Nachrichten und Drohungen erhalten habe. Dadurch habe sie das Gefühl entwickelt, selbst in den eigenen vier Wänden nicht mehr sicher zu sein.

In diesem Zusammenhang erinnerte sie auch an den Angriff auf ihre frühere Kollegin Petra Kvitova. An Weihnachten 2016 war Kvitova in ihrer Wohnung von einem Mann attackiert und verletzt worden, der sich als Handwerker ausgegeben hatte. Vondrousova schrieb, seit diesem Vorfall nähmen sie fremde Personen an der Haustür nicht mehr auf die leichte Schulter.

Nach ihren Angaben habe die Angst ihr Urteilsvermögen in der Situation eingeschränkt. Fachleute hätten bei ihr eine Angststörung sowie eine akute Stressreaktion diagnostiziert. Vondrousova erklärte weiter, sie arbeite daran, ihren Namen zu rehabilitieren, müsse dabei aber zugleich auf ihre eigene Gesundheit achten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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