Alexander Zverev ist beim ATP-Turnier in München im Halbfinale ausgeschieden und hat damit sowohl den Einzug ins Endspiel als auch die Chance auf einen Rekordtitel verpasst. Deutschlands bester Tennisspieler verlor gegen den stark aufspielenden Italiener Flavio Cobolli klar mit 3:6, 3:6. Vor 6.500 Zuschauern auf dem Center Court der BMW Open fand Zverev gegen den Davis-Cup-Gewinner kein wirksames Mittel. Für den Hamburger war es bei seiner bereits fünften Halbfinalteilnahme auf der ATP-Tour in diesem Jahr die fünfte Niederlage in der Vorschlussrunde.
Obwohl Zverev den Weltranglisten-16. Cobolli in den beiden bisherigen Duellen jeweils bezwungen hatte, darunter im vergangenen Jahr bei den French Open, war er auf dem Münchner Sand diesmal deutlich unterlegen. Der 23-Jährige aus Florenz dominierte schon den ersten Satz mit 20 Winnern, während Zverev lediglich fünf gelangen. Besonders beim entscheidenden Break zum 3:1 setzte Cobolli seinen Gegner mit zwei Stopps stark unter Druck.
Zverevs Einschätzung bestätigt sich
Schon vor dem Match hatte Zverev vor Cobollis Spielweise gewarnt. Er bezeichnete den Italiener als jungen Akteur, der zwar ungestüm auftreten könne, aber an einem guten Tag enorm stark sei. Genau das zeigte Cobolli eindrucksvoll. Im zweiten Satz nahm er Zverev gleich im ersten Aufschlagspiel den Service ab und schaffte später zum 5:2 ein weiteres Break.
Zwar gelang Zverev danach noch einmal das direkte Re-Break, doch am Ende setzte sich Cobolli nach nur 69 Minuten durch. Nach dem Match wurde der Italiener zunächst emotional und weinte auf der Bank. Später erklärte er, dass am Freitag ein guter Freund von ihm gestorben sei.
Der an Nummer vier gesetzte Cobolli spielt nun am Sonntag im Finale gegen den Sieger der zweiten Halbfinalpartie zwischen dem US-Amerikaner Ben Shelton, Finalist des Vorjahres, und dem slowakischen Qualifikanten Alex Molcan.
Nächste Chance für Zverev in Madrid
Zverev muss damit weiter auf sein erstes Finale in diesem Jahr warten. Bereits bei den Australian Open war im Halbfinale Schluss, damals nach einem packenden Match gegen Carlos Alcaraz. Auch bei den Masters-Turnieren in Indian Wells, Miami und Monte-Carlo scheiterte er jeweils an Weltranglistenersten Jannik Sinner. Seine nächste Gelegenheit bietet sich in der kommenden Woche beim Masters in Madrid.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion