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Zoll durchsucht in Bayern mehrere Objekte wegen mutmaßlichen Millionenbetrugs bei Tabaksteuer

Der Zoll geht gegen mutmaßliche Steuertricks beim Import von Wasserpfeifentabak vor. Mehrere Objekte werden durchsucht.

21.04.2026, 12:41 Uhr

Der Zoll ist in Bayern wegen des Verdachts auf umfangreiche Tabaksteuerhinterziehung gegen mehrere Beteiligte vorgegangen. Nach Angaben des Zollfahndungsamts München wurden insgesamt zehn Objekte durchsucht, darunter Firmenräume, Privatwohnungen von Verantwortlichen sowie Anschriften von Zeugen.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen soll ein Unternehmen aus Südbayern beim Import von Wasserpfeifentabak aus den Vereinigten Arabischen Emiraten falsche Steuerzeichen genutzt haben. Diese Banderolen seien eigentlich für geringer besteuerten Rauchtabak bestimmt gewesen. Dem Staat könnte dadurch ein Steuerschaden von mehr als einer Million Euro entstanden sein.

Im Fokus der Ermittler stehen rund 60 Tonnen Wasserpfeifentabak, die seit 2022 eingeführt worden sein sollen. Die Ermittlungen richten sich gegen drei Verdächtige im Alter von 42 bis 51 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, beim Bezug der Steuerbanderolen lediglich die niedrigere Steuer für Rauchtabak gezahlt und die Zeichen anschließend auf importierte Behälter mit Wasserpfeifentabak angebracht zu haben.

Für Wasserpfeifentabak fällt zusätzlich eine Abgabe von 23 Euro pro Kilogramm an. Bei den Durchsuchungen sicherten die Fahnder zahlreiche Beweismittel, darunter Dokumente und digitale Speichermedien. Außerdem beschlagnahmten sie knapp 400 Kilogramm Wasserpfeifentabak mit mutmaßlich unrechtmäßig verwendeten Steuerzeichen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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