Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst wertet die bisherigen Resultate zur geplanten Olympia-Bewerbung bereits als klaren Erfolg. Noch bevor alle Stimmen vollständig ausgezählt sind, sprach der CDU-Politiker im WDR von einem eindeutigen Rückhalt in der Bevölkerung. Das starke Ergebnis zeige, dass es richtig gewesen sei, die Menschen direkt einzubeziehen.
Nach Angaben von Wüst haben sich rund 1,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger an den Ratsbürgerentscheiden über eine mögliche Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 beteiligt. Die Beteiligung in der gesamten Region liege nach ersten Schätzungen bei etwa 32 Prozent. In Köln, das als "Leading City" vorgesehen ist, sei sie mit 40,5 Prozent noch einmal deutlich höher.
Hohe Beteiligung und überwiegend Zustimmung
Wüst betonte, die Wahlbeteiligung sei außergewöhnlich hoch. Deshalb werde an manchen Orten noch ausgezählt, die bisherigen Teilergebnisse seien jedoch durchweg erfreulich. Bis zum Abend hatten in 13 von 17 Städten die Menschen mehrheitlich für eine Bewerbung gestimmt.
Ausstehend waren zunächst noch die Resultate aus Köln, Aachen und Bochum. In Herten unterstützten zwar mehr als 70 Prozent der Abstimmenden das Vorhaben, dennoch wurde dort das notwendige Quorum verfehlt. Am Ende stimmten nur 12,55 Prozent aller Wahlberechtigten zu, erforderlich gewesen wären 15 Prozent. Damit scheidet Herten aus der NRW-Bewerbung aus. Dort waren zusammen mit Recklinghausen Mountainbike-Wettbewerbe vorgesehen.
Wüst sieht NRW im Vorteil
Neben Nordrhein-Westfalen bewerben sich auch München, Hamburg und Berlin um die Ausrichtung der Spiele. In München hatte es bereits im Herbst zuvor bei einem Bürgerentscheid eine deutliche Zustimmung von 66,4 Prozent gegeben.
Wüst hob hervor, dass auch die anderen Konzepte stark seien. Zugleich sieht er NRW im Vorteil. Aus seiner Sicht spreche die breite Zustimmung in vielen Städten klar für das eigene Modell. Besonders betonte er, dass keine andere Bewerbung so viele Städte und so viele Menschen direkt einbezogen habe.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion