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Später Schock für Gladbach: Mainz rettet in der Nachspielzeit ein Remis

Borussia Mönchengladbach verpasst in der Bundesliga einen großen Schritt auf dem Weg zum Klassenverbleib. Der FSV Mainz 05 liegt lange zurück und schlägt dann doch noch zu.

19.04.2026, 21:54 Uhr

Borussia Mönchengladbach hat im Rennen um den Klassenverbleib einen dringend benötigten Erfolg kurz vor Schluss noch verspielt. Gegen den FSV Mainz 05 reichte es nach einer frühen Führung nur zu einem 1:1 (1:0), weil Nadiem Amiri in der 90.+8 Minute per Elfmeter ausglich. Joe Scally hatte die Gastgeber bereits in der 7. Minute in Front gebracht, danach versäumte es Gladbach jedoch, den Vorsprung konsequent auszubauen.

Vier Runden vor Saisonende liegt die Borussia damit nur noch fünf Punkte vor dem Relegationsrang und muss weiter zittern. Für Mainz war der späte Ausgleich nach dem Aus in der Conference League ein wichtiger moralischer Erfolg. Mit nun acht Zählern Vorsprung auf Platz 16 dürfte der FSV mit dem Abstieg kaum noch ernsthaft zu tun haben.

Nicolas kritisiert Gladbachs Auftritt

Mainz-Stürmer Phillip Tietz zeigte sich nach dem Schlusspfiff erleichtert. Nach dem Rückschlag vom Donnerstag habe die Mannschaft unbedingt eine Reaktion zeigen wollen und bis zuletzt an den Punktgewinn geglaubt, sagte er bei DAZN.

Deutlich ernüchterter war Gladbachs Torhüter Moritz Nicolas. Vor allem die zweite Halbzeit sei klar nicht gut genug gewesen. Sein Team habe auf dem Platz phasenweise gewirkt, als sei es komplett ausgepumpt.

Hohe Bedeutung für die Borussia

Schon vor Anpfiff hatte Gladbachs Sportdirektor Rouven Schröder die enorme Bedeutung der Begegnung betont. Nach den Siegen von Bremen und Wolfsburg am Samstag war der Druck auf die Borussia zusätzlich gestiegen.

Vor 50.245 Zuschauern im Borussia-Park begann Gladbach entsprechend entschlossen. Bereits früh nutzte Scally eine gelungene Kombination über Haris Tabakovic und Hugo Bolin und schob den Ball präzise ins linke untere Eck.

Frühe Führung bringt keine Ruhe

Die schnelle Führung gab den Gastgebern jedoch kaum Sicherheit. Wie schon mehrfach in dieser Saison zog sich das Team von Tomasz Polanski zu weit zurück und entwickelte offensiv nur noch wenig Durchschlagskraft. Dadurch blieb Mainz in der Partie, obwohl den Gästen die Strapazen und die Enttäuschung nach dem 0:4 in Straßburg noch anzumerken waren.

FSV-Trainer Urs Fischer hatte nach dem Europapokal-Aus deutliche Worte gefunden und von seiner Mannschaft eine klare Reaktion gefordert. Einsatz und Wille waren in Gladbach zwar zu erkennen, doch im letzten Drittel fehlte zunächst die Präzision.

Mainz hat mehr vom Spiel, Gladbach vergibt Konter

Trotzdem hätte die Borussia ihre Führung im ersten Durchgang ausbauen können. Nach gut einer halben Stunde vergab Castrop eine große Möglichkeit, als er aus aussichtsreicher Position seinen am Boden liegenden Mitspieler Nico Elvedi anschoss.

Auch kurz nach Wiederbeginn bot sich Castrop das 2:0, diesmal scheiterte er jedoch an Mainzer Keeper Daniel Batz. Mit zunehmender Spieldauer wurde die Begegnung offener, weil Mainz mehr riskierte. Gladbach bekam dadurch Räume für Gegenangriffe, nutzte diese aber zu ungenau.

Erst Abseits, dann doch noch der Ausgleich

In der Schlussphase erhöhte Mainz den Druck spürbar. Zunächst vergab Tietz rund 20 Minuten vor dem Ende per Kopf. In der 88. Minute jubelten die Gäste dann über den vermeintlichen Ausgleich durch Nelson Weiper, doch dem Treffer war eine Abseitsstellung vorausgegangen. Nach der Überprüfung durch den VAR blieb es beim 1:0.

Ganz zum Schluss bekam Mainz aber doch noch seine Chance: Yannik Engelhardt brachte Philipp Mwene im Strafraum zu Fall. Amiri blieb vom Punkt nervenstark und verwandelte tief in der Nachspielzeit zum 1:1. Für Gladbach fühlte sich das Remis wie eine Niederlage an.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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