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Initiator sieht Waleinsatz vor Poel erneut am Ausgangspunkt

Der Rettungsfinanzier Walter Gunz gibt sich zerknirscht. Der gestiegene Wasserpegel ist nach seinen Angaben nicht gut für die Rettungsaktion. Er beklagt zugleich Auflagen durch die Behörden.

19.04.2026, 18:52 Uhr

Ein weiterer Versuch, den in Mecklenburg-Vorpommern gestrandeten Buckelwal am Sonntag zu retten, wird es vorerst nicht geben. Walter Gunz, Mitgründer von MediaMarkt und gemeinsam mit Unternehmerin Karin Walter-Mommert Finanzier der Aktion, erklärte, dass das Team derzeit nicht handeln könne.

Als Grund nannte er den inzwischen deutlich gestiegenen Wasserstand. Dadurch sei es nicht möglich, die geplanten Pontons anzubringen und den Wal kontrolliert zu begleiten. Nach Einschätzung von Gunz wären die Bedingungen am Vortag noch deutlich günstiger gewesen.

Für ihn steht der laufende Rettungseinsatz vor Poel damit wieder ganz am Anfang. Während am Samstag die Wasserhöhe noch passend gewesen sei, liege der Pegel nun plötzlich rund 70 Zentimeter höher. Das verändere die Lage vollständig. Der Wal nehme nun wahr, dass er sich frei bewegen könne. Deshalb sei unklar, ob sich das Tier überhaupt noch lenken lasse.

Das über längere Zeit entwickelte Rettungskonzept könne unter diesen Umständen nicht wie vorgesehen umgesetzt werden. Gunz kritisierte außerdem bürokratische Verzögerungen, die den Einsatz nach seiner Darstellung um anderthalb bis zwei Tage zurückgeworfen hätten. Nun brauche es, so sagte er, beinahe ein Wunder.

Der Buckelwal war seit Anfang März mehrfach an der Ostseeküste gesichtet worden. Zunächst tauchte er vor dem Timmendorfer Strand auf, zuletzt strandete er vor Poel.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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