Tödliche Gefahr in der Großstadt: Berliner Fledermaus trägt Tollwut!

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In Berlin wurde kürzlich Tollwut bei einer Fledermaus nachgewiesen, was bei Experten und Behörden für erhöhte Aufmerksamkeit sorgt. Die Fledermaus wurde im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf gefunden und verstarb später in einer Tierarztklinik. Die Viren, die diese sogenannte Fledermaustollwut verursachen, sind von der klassischen Fuchstollwut unabhängig.

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Die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz betont, dass das Risiko für Menschen sehr gering ist. Übertragen wird das Virus durch den Speichel infizierter Tiere, meist durch Biss- oder Kratzverletzungen. Dennoch raten die Behörden zur Vorsicht, insbesondere wenn man verletzte oder krank wirkende Fledermäuse findet. Es wird empfohlen, diese Tiere nicht mit bloßen Händen anzufassen, sondern Handschuhe oder ein Handtuch zu benutzen.

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Unterschiedliche Tollwuttypen und ihre Verbreitung

Die Fledermaustollwut wird von eigenständigen Virustypen verursacht, die sich vom Fuchs- oder Hundetollwutvirus unterscheiden. In Deutschland ist die Fledermaustollwut der einzige noch vorkommende Wildtier-Tollwuttyp. Der letzte Fall klassischer Tollwut bei einem Fuchs wurde 2006 gemeldet.

Das Friedrich-Löffler-Institut berichtet, dass in den letzten Jahrzehnten bundesweit etwa 200 Fälle von Fledermaustollwut nachgewiesen wurden, mit einem deutlichen Nord-Süd-Gefälle. Besonders in der norddeutschen Tiefebene und in Regionen wie Berlin und Brandenburg tritt die Erkrankung häufiger auf. Erkrankte Fledermäuse zeigen Verhaltensänderungen, etwa Apathie oder unerwartete Aggressionen.

Was tun bei Kontakt mit Fledermäusen?

Die Senatsverwaltung weist darauf hin, dass es sehr selten zu einer Infektion beim Menschen kommt. Dennoch sind Vorsichtsmaßnahmen essenziell: Verletzte Fledermäuse dürfen nur mit Schutz angefasst werden. Sollte ein Mensch gebissen oder gekratzt werden, ist sofortige ärztliche Beratung notwendig. Besonders bei Kindern, die unbeaufsichtigt mit Fledermäusen in Kontakt kamen, ist dies wichtig.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt bei Verdacht auf eine Tollwutexposition konsequente Wundreinigung und gegebenenfalls eine postexpositionelle Impfung sowie Tetanusprophylaxe. Solche Maßnahmen verhindern zuverlässig eine Erkrankung.

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Keine Panik, aber Aufmerksamkeit ist geboten

Experten und Behörden betonen, dass die Entdeckung der Tollwut bei einer Fledermaus in Berlin kein Grund zur Panik ist. Die Wahrscheinlichkeit, sich bei Fledermäusen anzustecken, ist äußerst gering. Wichtig ist, die kleinen Tiere nicht ohne Schutz anzufassen und mögliche Fälle zu melden. So lässt sich das Risiko für Mensch und Tier minimieren.

Doch wie beeinflusst das den Umgang mit Fledermäusen in der Stadt und welche Maßnahmen zum Schutz der Tiere sind sinnvoll? Darüber berichten wir im nächsten Abschnitt.

Fledermausschutz trotz Gesundheitsrisiken

Fledermäuse sind wichtige Bestandteile des Ökosystems, sie helfen bei der Kontrolle von Insektenpopulationen. Trotz der seltenen Tollwutfälle arbeiten Naturschutzorganisationen wie der NABU mit Hochdruck daran, ihre Lebensräume zu schützen.

Die Kombination aus Schutzmaßnahmen für Fledermäuse und Aufklärung über Risiken macht einen verantwortungsvollen Umgang möglich. Nicht nur der Schutz der Tiere selbst, sondern auch das Verhindern menschlicher Infektionen steht im Fokus. Es sind also fachspezifische und behördliche Kooperationen gefragt, um beide Ziele zu erreichen.

Wie sich die Behörden auf weitere mögliche Tollwutfälle vorbereiten und welche Präventionsstrategien es gibt, lesen Sie im folgenden Teil.

Prävention und zukünftige Herausforderungen

Die Berliner Gesundheitsverwaltung prüft gemeinsam mit Experten, wie sich die Situation im urbanen Raum besser überwachen lässt. Frühzeitige Erkennung von Tollwutfällen bei Fledermäusen kann helfen, mögliche Ansteckungsrisiken zeitnah einzudämmen.

Auch die Sensibilisierung der Bevölkerung durch Informationskampagnen wird verstärkt. Denn präventives Verhalten ist entscheidend, um die Wahrscheinlichkeit von Infektionen weiter zu reduzieren. Die Kombination aus Wissen, Vorsicht und Schutz hat sich bisher als effektiv erwiesen.

Wie genau die Bevölkerung informiert wird und welche Rolle tiermedizinische Überwachung dabei spielt, führt uns zum letzten Themenabschnitt.

Information für Bürger und tiermedizinische Kontrolle

Die Senatsverwaltung stellt umfangreiche Hinweise zum richtigen Verhalten bei Kontakt mit Fledermäusen bereit. Bürger werden aufgefordert, kranke oder tote Fledermäuse zu melden und sich bei Verdachtsfällen an Fachstellen zu wenden.

Tierärzte sind zusätzlich zu strengen Kontrollen angehalten, auffällige Tiere zu testen und Krankheitserreger zu melden. Diese Maßnahmen sorgen für eine schnelle Reaktion bei Nachweisen der Fledermaustollwut und tragen entscheidend zur Sicherheit der Bevölkerung bei.

Damit endet die aktuelle Übersicht zum Thema Tollwut bei Fledermäusen in Berlin. Die Situation bleibt beobachtenswert, doch die Kombination aus Vorsicht, Diagnose und Naturschutz garantiert eine behutsame Balance.

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